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Steinhöwels Äsop
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xxiii. Von dem fnchs, samen und den linnden.

List wiirt mit list vertriben. Darvon höre ain fabel. Ain hung-riger fuchs, darumb daz er die hennen laiclien möchte, die ain hauuff ainen hohen boum gefüret bette, daruff der fuchs nit körnen möcht,käme schmaichend zuo dem lian, und do er in bette gegrüßet, spracher geselliglich zuo im: Waurumb bist du so houch uff den boum? hastdu die frischen nüwen mer noch nit gehöret, die meuglichem so liail-sam sint? Und do der han geantwürt, er liette gancz nichtz darvongehöret, sprach er: Ich bin ußgesant [27l b ] worden, dise ding zeverkünden, und käme zuo dir, daz ich dich der fröden tailhafftigmache. Aller tieren ain concilium ist gehalten worden, darinne ainstiitter, öwiger friede aller lebenden tiere under ainander ist beschloßenworden, also daz on alle sorg kain tiere dem andern in aincberlay weglistiglichen mer sol zuoseczen oder schedigen, sonder zwischen ainandersich öwiges frides gebruchen. Ain jegliches mag wol ainig in sicherhaitund fride wandeln, wa hin es wil. Darumb körne herab und laß unsdisen tag bouclizytlich began und in fröden leben. Der han erkennet denlist des fuchses und sprach: Du verkündest uns guote und enpfenglichemeer; mit dem reket er synen hals houch embor in gestalt als ob ervon ferr etwas sähe, darab er wonder nierne, und reket sich uff synesüß. Do in aber der fuchs gefraget, warnach er also sähe, do spracher: Ich siehe zwen liund mit offnem mul krefftiglich und ylend daherlouffen, ich gedenke, sie wöllent uns den friden oucli verkünden. Doerezittert der fuchs und sprach: Ich gesegen üch, die flucht würt mirnücz syn, ee daz sie körnen, und flenge damit an hinweg ze gaun. Dosprach der han: Wa hin Hübest du, oder was besorgest? so söllicherfrid gemachet ist, so bedarf sich nieman fürchten. Ich besorg aber,sprach der fuchs, das den bunden villycht der fride noch nit sye ver-kündet. Also ward list durch list vertriben.