wyb dar uff was. Aber ain iüngling durch der frowen anschlag undbegeren bette sich vor dar uff verborgen, ee die frow dar uff stige,der enpfingc sie mit fröden in synen arm, und wurdent baide mit flyßdie dienst Veneris volbringen, er buwet das ruch crdrich Veneris, mitsynem sech das ergrabend. Sie bedacht sich zc weren und gewalt mitgewalt ze vertryben so vil, daz der blind durch das schütteln des boumesder frowen untrüw merken ward und scliri mit luter stim schmerczlich:0 du böses wyb über alle wyb, wie wol ich myner gesiebt beroubetbin, so hör ich doch und erkenne durch myne vernunfft, daz ain ee-brecher by dir ist. Das klag ich dem öbristen got Jupiter, der diebetrübten laidige herezen wider ze fröden bringen mag und die blindenwider gesenhend machen, des ich in demütiglichen bitte. Ze bandmit disen Worten ward im syn gesiebt wider gegeben von den götten.Do huob er uff syne ougen und sieht syn wyb mit dem iüngling ver-mischet und er scliri mit heller stim: 0 du böste, trugenlichste laiclie-rin über alle wyb, warumb erzögst du mir sölliche list und untrüw,so ich doch dich allweg küsch, triiw und frum habe geseezet! Weemir, daz ich frülichen tag nümer me mit dir mag ze leben. Do dazdie frow erhöret, wie wol sie (als billig waz) von dem gehen zuofalerschrak, [253 b ] dannocht fande sie schnellen list der antwürt und mitgar frölicher gestalt antwürt sie ieremman sprach mit luter stim: Lob,er und danke sag ich den götten und göttin allen, die myne emsigeandächtige gebett haben erhöret und mynem liebesten gemacliel syngesiebt wider geben; wann, aller liebster man, du solt wißen, daz ichdir durch myn hilft und flyßige gebett, die ich zuo den götten gethanhabe, dyn gesiebt ist wider worden; wann als ich so vil guotes denarezten unniiczlich on alle hilft' hab abgegeben und myne hoffnung zuoden götten seezet, erschine mir der got Mercurius , von dem öbristengot Jupiter herab gesandt, und sprach zuo mir: Das dynem liebstengemahel syne gesiebt werde wider gegeben, so styge uff ainen birenboum zuo ainem iüngling und pflege mit im die werk der göttin Veneris,so werdent im syne ougen uff gethan und syn gesiebt wider gegeben.Das ist nun alles volbracht nach mynem begeren. Darumb, allerliebster huswirt, solt du gegen den götten dankbar syn und mich insonderhait umb myn verdienen wol begaben, wann du durch michwieder zuo dyner gesiebt körnen bist. Der blind geloubet den listigenWorten des wybes und vergab ir alles mistaut und versünet sie mitgaben als aine, die unrecht wär beschuldiget.
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