65. Fabula v de panthera et agrestibus. 1
Oportet benivolos esse cuicunque peregrino et ignoscere misero, nesit ubi reddat gratiam. Ut hec subiecta fabula edocet. Panthera in-noxia cecidit in foveam. Agrestes ut viderunt, alii fustibus feriunt,alii sani ridentes mittunt. Quidam dixit contra: Parcite inocenti, quineminem lesit. Ut dixit multos prohibuit, ne morte eam affligerent,alii miserunt panem, alii autem fleverunt liuius innocentiam, ut suntvarie voluntates. Nox ut venit illi abierunt omnes domum, putanteseam nocte morituram, deinde illa vires suas ut refecit languidas, velocisaltu se ex fovea liberavit et ad suum cubile properat timens. Postpaucos dies memor iniurie irata ad locum pergit, pecudes illic trucidat,pastores dissipat, in aratores impetu sevit agrestes, et multa mala de-vastando perdit. Timent omnes, non curant damna, [l34 a ] tantum provita rogant. Tunc panthera molliter sic ad eos dixisse fertur: Nemini,qui fustes dederit, qui mihi saxo nocuit, quis inique mihi gesserit, quisire festinaverit, quis panem miserit, sed illis hostis revertor, qui memori petierunt. Ilee improbi et iniuriosi audiant, ne aliquem ledant.
Die v fabel von dem panthier und den puren.
Man sol allen pilgrini und landfarern gütig und barmherezig synund den eilenden vergeben, daz die zyt itt körne, daz ieglich werk be-lönet werd nach synem bescheiden. Als dise fabel uß wyset. Ain un-versehrtes panther tier fiel in ain gruoben; do das die puren gewarwurden!, etliche schluogent es mit kolben, die ander lachten! und sa-hen! zuo, etlicli warent wider die, die es schlügen und sprachen!: Irsöllent des unschuldigen schonen, so es niemand geleczet hat. Mit denselben Worten beschirmpten sie das tier vor dem tod. Etlich gaben![134 b ] im die spys, ettlich wurden! trurig umb syn Unschuld, nachdem als mangerlay naigung der menschen synt. I)o es nacht ward,gieng iederman haim in syn hus und maintent, das panthier sölte dieselben nacht von den großen schlegen gestorben syn. Aber es erholetwider syne krafft und sprang ains starken Sprungs wider uß der gruo-ben und erlöset sich selber und ylet in forcliteu zuo syn er wonung.Nach wenig tagen bedacht das panthier daz unrecht und Schmach,
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1 IV 5. Panther und lauern, Pkädrus 2, 3; Eomulus 4, 5.
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