drei Wochen bedurft hatte, um von der dritten Parallele bis zumFuß der Eskarpe des angegriffenen Bastions zu gelangen, unddennoch weder einen praktikablen Aufgang bewirkt, noch die Flan-kengeschütze zum Schweigen gebracht hatte. In Betreff des lang-samen Vorrückens der Sappen-Arbeiten, sowohl zum Kouronne-inent als zum Graben - Uebergaug, sind dem Ingenieur des Be-lagerers keine Vorwürfe zu machen, da von dieser Seite Geschickund Anstrengung in der Ausführung fortwährend an den Taggelegt wurden. Wenn nun auch der ausdauernden Thätigkeitdes Vertheidigers, namentlich den zweckmäßigen Maßregeln derIngenieure und der großen Hingebung der Artillerie, der hart-näckige Widerstand in dieser Periode besonders beizumessen ist,darf indessen doch auch nicht unerwähnt gelassen werden, daß auchdas Verhalten der Belagerungs-Artillerie die Erfolge des Ver-theidigers erleichtert hat. Der bereits früher erwähnte Mangel anSorgsamkeit bei Anlage der Angriffsbatterien hatte sich in dieserPeriode fortgesetzt, trotz der gemachten üblen Erfahrungen; manhatte keine genügenden Maßregeln getroffen, nunmehr wenigstensnoch die Widerstandsfähigkeit der Defensions-Artillerie zu besei-tigen. Die gefährlichsten Linien der angegriffenen Front warenfür den Augenblick die rechte Face des Ravelinö Hagel, die rechteFace und Flanke des Bastions Schütz und die linke Face desBastions Jerusalem. Die letztere Linie zu rikochettiren verhinderteallerdings das Terrain; dagegen war es sehr wohl möglich, sich inder Verlängerung der drei andern Linien aufzustellen. Die fran-zösischen Darstellungen der Belagerung geben zwar an, daß eineRikochettbatterie in der Verlängerung der rechten Face des Ba-stians Schütz erbaut worden sei, welche zugleich die rechte Flankedesselben Bastions im Rücken gefaßt habe; daß ferner der rechteFlügel der dritten Parallele bis zu dieser Batterie gereicht, unddiese außerdem noch durch Trancheen mit der halben Paralleledes rechten Flügels in Verbindung gestanden habe; indessen diese,tvie mehrere andere von den französischen Berichten erwähnte Ar-beiten wurden entweder gar nicht oder erst nach der Kapitulation^sgesührt, wo man zur Erkenntniß ihrer Nothwendigkeit gekom->nen war und das kritische Auge Napoleons gefürchtet hatte. — Die
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