Druckschrift 
3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
Entstehung
Seite
489
Einzelbild herunterladen
 

ohne Weiteres mit dem kleinen Detaschement weiter vorzurücken,und blieb er daher um so mehr am 14. in der angegebenen Auf-stellung halten, als an diesem Tage die Lebensmittel ausgingen,und erst Nachmittags die Fahrzeuge aus Pillau anlangten, welcheauf 1 Tag Futter und auf 3 Tage Brod mitbrachten.

Auf Grund der Nachricht, daß der Feind bis Steegen zu-rückgegangen sei, aber bei Schönbaum an einer Brücke über dieWinzer Weichsel arbeite und daselbst in bedeutender Stärke stehe;in Betracht, daß ein Vorgehen bis Stutthoff und Steegen nochverdeckt geschehen könne, so daß man hoffen konnte, den Feind inUngewißheit über die Stärke des Detaschementö und in der An-sicht zu erhalten, daß auf der Nehrung der Haupt-Angriff er-folge; in Betracht ferner, daß durch eine Aufstellung bei Steegender Feind beim Vorgehen von Schönbaum in die Richtung aufDanzig dem preußischen Detaschement die rechte Flanke böte, unddaß man endlich beim Gelingen des Angriffs des Generals Ka-minskoi von Steegen aus eine schnelle Vereinigung mit demselbenmöglich machte, beschloß der Oberst Bülow am 15. den Marschfortzuseheu. Ein Vorgehen über Steegen hinaus war wegen derBrücke bei Schönbaum nicht möglich, so lange nicht der GeneralKaminskoi den französischen General Schramm auf der Nehrungzurückgewvrfen, und dem Obersten Bülow die Verbindung mitWeichzelmünde geöffnet hatte.

Während des Marsches nach Steegen am 15. konnte mandm Angriff des Generals Kaminskoi deutlich übersehen, doch schiengegen Mittag das Feuer wieder rückwärts zu gehen, das Unter-nehmen verunglückt zu sein. Um sicher zu gehen, wurde sogleichdas Grenadier-Bataillon Braun mit der Artillerie nach BodenwinkelDrück gesandt, das 2. Bataillon Plötz in Stutthoff, das 1. Bat.dieses Regiments und das Füsilier-Bataillon Bülow in Steegenechelonirt; die Vorposten der Kavallerie, unter dem RittmeisterMöllendorf, stellten sich mit dem Gros vor Pasewark auf, mitPatrouillen längs des Strandes über Nickelswalde nach Danzig,und auf dem Damm von Nickelswalde nach Schönbaum, wo dieBrücke am Abend fertig geworden sein sollte. Zum Soutien derBorposten stand die Schwadron von Königin-Dragonern zwischen