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Nieder-Weichsel wurde die Redvute 6.') beendet und mit Geschütz-ständen versehen.
Das Bombardement dauerte Tag uud Nacht fort, und dader Belagerer endlich auch die Werke des Hagelsberges fortwäh-rend mit Wurfgeschütz angriff, so wurde» die Arbeiten zur Her-stellung der Scharten, Traversen und Brustwehren sehr erschwertund gingen in der Nacht nur langsam von Statten.
Am 2. Mai. Während des Tages machte der Belagerernur geringe Fortschritte, obgleich er mit der ganzen Sappe vor-ging; die Schanzkvrbe an den Teten wurden umgeschossen, sobaldsie gesetzt waren- Erst in der Nacht wurde es möglich, denDe-micercle zu schließen. Außerdem war auf dem linke» Flügel derdritten Parallele der Durchbruch für eine neue Sappe angefange»worden, vermittelst welcher man sich dem ausspringenden Winkeldes gedeckten Weges dem Bastion Jerusalem gegenüber festzusetzenbeabsichtigte-
Das Feuer dauerte von beiden Seiteil fort. Da die Ge-schütze der Schanze 1. besonders viel Schaden anrichteten, sowurde die gesammte Artillerie des DischoffsbergeS, welche derHauptmanu Studnitz kommandirle, gegen diesen Punkt vereinigtund die Batterie der Schanze zum Schweigen gebracht.
Durch die endliche Beendigung der Hohltraversen waren die6 Mineurs der Besatzung wieder zur freien Verfügung des In-genieurs vom Platz gestellt. Da nun bei dem zeitigen langsamenFortschreiteu der Belagerungs-Arbeiten abzusehen war, daß derFeind in den nächsten 14 Tagen mit dem Kouronnemeut kaumzu Stande kommen würde, so beschloß mau, die Sappeu-Arbeitenauf dem Glacis durch Minen anzugreifen. Demzufolge wurdein der Spitze des gedeckten Weges vor dem Ravelin Hagel ein15' tiefer Brunnen auszuheben angefangen. Der Ingenieur vomPlatz hatte diesen Punkt dem sicherem im Hauptgraben vorge-zogen, um einige hundert Schritt Gallerte zu ersparen und umdesto schneller unter den Pallisaden durchzukommen.
1) S. Plan XIII.