Neuntes Kapitel.
Die politischen Verhältnisse. — Verhalten der bei-derseitigen Armeen in ihren Kantonirungen.'Anordnungen zum Entsatz von Danzig.
Nach dem Empfange des Berichts des Generals Bennigsenüber den Zustand der russischen Armee »ach der Schlacht bei Pr.Eylau hatte der Kaiser Alexander sich nicht begnügt, den MinisterNowosilzow zur Armee zu senden, um die Einigkeit unter denGeneralen herzustellcn und den General Bennigsen zu bewegen,den Oberbefehl zu behalten, aber mehr Energie in die Führungzu legen; er hatte auch befohlen, daß der Großfürst Konstantinmit der ersten Division von Petersburg nach dem Kriegsschau-plätze aufbreche», der General Rimski-Korsakaw ans den Re-serven so viel Mannschaft als möglich zur Armee abrücken lassen,»nd die Generale Fürst Labanow-Rostowski und Fürst Gortscha-kow ihren Ausmarsch aus Moskau und Kaluga mit der 17- und18. Division nach der Memel nach Möglichkeit beschleunigen soll-ten. Der Kaiser erachtete es sogar für nothwendig, sich selbst zurArmee zu begeben, um die Gemüther wieder zu beleben, sich per-sönlich von dem Zustande der Truppen zu überzeugen, und womöglich Abhülfe in den großen Mängeln der Verpflegung her-beizuführen.
Am 28. März reiste der Kaiser zu dem Ende in Begleitungdes Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, Baron Budbergvon Petersburg ab und traf am 1. April in Polangen ein, wo