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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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Hauptmann Gerskow besetzt. In der nächsten Nacht sollten zweiKommunikations-Trancheen (lrk und Irl) erbaut werden, wes-halb Schützen und Infanterie-Abtheilungen zur Besetzung dervom Feinde noch nicht okkupirten vorliegenden Höhen vorgescho-ben werden sollten. Dies war aber noch nicht vollständig aus-geführt, als 500 Mann feindlicher Truppen, unter der Leitungdes Bataillonschefs Rogniat, nach 10 Uhr Abends die Besatzungüberraschten und zur sofortigen Räumung des Werkes nöthigten.Ungesäumt begannen die Franzosen das Kouronnement desselbenzu demoliren, mußten sich aber bald zurückziehen, da die vertrie-bene Besatzung, durch 200 M. unter dem Major Kamptz vomOlivaer-Thore nachdrücklich unterstützt, sich wieder in den Besitzder Schanze setzte.

Zwei Stunden später erneuerte jedoch der Belagerer seinenAngriff und bemächtigte sich nicht nur wiederum des Werkes, son-dern behauptete es auch bis zum Anbruch des Tages, ungeachtetder abermals vom Olivaer-Thore herbeigekommenen Verstärkung.Der Verlust der Besatzung in dieser Nacht belief sich auf 80 M.

Eine Patrouille aus dem Fort Weichselmünde in den vor-liegenden Wald auf dem rechten Weichsel-Ufer geriet!) in ein Ver-steck und erlitt einen Verlust von 6 Mann verwundet und 1 Ver-mißten. Der Führer, Lieutenant Taubenheim vom Inf.-Regt.Treskow, blieb.

Am 11. April. Der Artillerie der Festungswerke ganzbloßgestellt, verließen die Franzosen mit Anbruch des Tages dieBousmard-Schanze von selbst, nachdem sie das Kouronnementfast gänzlich zerstört hatten. Sofort wurde das Werk von Sei-ten der Vertheidiger wieder besetzt, worauf man den Tag übereifrigst an der Wiederherstellung der Brustwehren und an denbeiden rückwärtigen Kommunikationen arbeitete. Die Schluchtenneben den Schanzen wurden mit spanischen Reitern geschlossen.

Die Festungs-Artillerie hinderte den Feind, den Tag überetwas anderes als ein heftiges Kleingewehrfeuer aus den Tran-cheen gegen diese Arbeiten zu unternehmen.

Auch in der folgenden Nacht that der Belagerer nichts ge-gen diese Werke, sondern benutzte die Zeit, in welcher er den Ver-