420
erzielte Aufenthalt der Arbeiten konnte nur gering sein und warjedenfalls viel zu theuer erkauft.
Um die, in verflossener Nacht verlorene, kleine Kalkschanzcwiederzunehmen, wurde am Morgen um 10 Uhr ein Ausfall vomHolzraume aus unternommen, der noch den besonderen Zweckhatte, die Ziegelscheune und das Dorf Aller-Engel abzubrennen.Außer den 50 aus der Schanze vertriebenen Füsilieren warennoch 500 M. Russen hierzu bestimmt, welche, ohne einen Schußzu thun, Morgens 10 Uhr bis an den Graben der Schanze ver-gingen. Dies imponirte der Besatzung der Letzteren so, daß siedieselbe ohne Weiteres verließ, worauf die Ausfallskolonne sichgegen die Ziegelscheune und Aller-Engel wandte, den Feind dar-aus vertrieb und Beides in Brand steckte. Ein Versuch gegenLangfuhr wurde durch überlegene feindliche Kräfte zurückgeschlagen.Der Rückzug erfolgte mit vieler Ruhe und wurde von dem zuHülfe gesendeten Grenadierbataillon Brauchitsch bis zum Olivaer-Thore hin gedeckt.
Die kleine Kalkschanze wurde mit einer Besatzung von 200 M-versehen, und durch Pallisaden in möglichsten Vertheidigungsstandgesetzt. Um ihre Vertheidigungsfähigkeit zu erhöhen, legte manhinter dem Damme auf dem Holm ein Emplacement für 3 —12 Pfänder an, welche das Terrain vor der Schanze kräftig be-streichen konnten.
Der Ingenieur vom Platz etablirte sich von nun an wäh-rend der Nacht auf dem Hagelsberge. Die Ingenieur-Arbeitenauf dem Bischoffsberge wurden dem Hauptmann Rohde von deraufgelösten Ingenieur-Akademie übertragen.
Der Belagerer setzte die Arbeiten in seinen Trancheen eifrigfort und suchte sich durch Anlegung neuer Redouten gegen Aus-fälle möglichst zu sichern.
Am 4. April. Am Morgen sah man, daß der Belagererwährend der Nacht sich längs der Zigankenberge weiter ausge-vehnt hatte. Eine Reihe von Kosaken-Vedetten, die vor derganzen Front des Hagelsberges vorgeschoben war, wurde nichtbeunruhigt.
Die Erbauung der Hohltraversen im gedeckten Wege ging