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Da der Belagerer von Schellmühl ans seine Vorposten inher von jenem Punkte nach der Weichsel führenden Allee bis zumzweilen Legan, hart an dem Strom, vorschob, und so die Ver-bindung ans Letzterem und dem Nenen-Wege zu hemmen drohte,so wurde auf dein Holm, der Allee gegenüber, in die bereits be-gonnene Tranchec längs des rechten Weichsel-Ufers ein Emplace-ment für 4 Geschütze und ein Gleiches weiter aufwärts zu bauenangefangen, um das jenseitige Ufer unter Kreuzfeuer zu haltenund das Festsetzen des Feindes dort möglichst zu verhindern.
In der Stadt selbst herrschte der beste Geist. So brachtedie Kaufmannschaft ein Kapital von 9000 Thalern zur Unte»stützung der Wittwen derjenigen gebliebenen Soldaten zusammen,welche zur Zeit des Friedens in der Stadt garnisonirt hatten.Da jedoch nicht mit Bestimmtheit zu ermitteln war, wer gebliebensei, so bestimmten die Geber 4000 Thaler der obigen Summezur Erquickung der zur Zeit vorhandenen 734 Lazarethkranken-
Am 14. März. Bis Mittag war Alles ruhig. Nachmit-tags fand ein kleines Gefecht der Vortruppen unweit Schellmühlstatt. Die Veranlassung dazu gab ein lediger Börding, der vonder Weichsel fortgetriebcn und beim zweiten Legan auf einerSandbank sitzen geblieben war. 50 Mann von dem französischenPosten in der Nähe von Schellmühl hatten ihn sogleich besetzt,als der Major Graf Krockow mit einigen Truppen von Neu-Fahrwasser herbeieilte und seine Erscheinung, so wie einige Kar-lluschschüsse vom Holm aus die Franzosen veranlaßten, den Bör-ding nach Zurücklassung von 5 Todten zu verlassen.
Auf dem Holm wurde das Geschütz-Emplacement zur Dc-Ilreichung des Schellmühlweges vollendet. Ilm den nöthigen Raumhierzu zu gewinnen, musite man zwei Häuser demolirqn.
Ter Belagerer hatte bereits in der letzten Nacht auf demJudenberge, unweit deö Jesuiter-Kollegiums, die Schanze 1.')aus der Stelle begonnen, wo das von der Garnison aufgegebcneunvollendete Werk belegen war, welches er indessen in keiner WeiseZu seinen Arbeiten benutzen konnte. Da während des Tages von
1) Siehe Plan XIII oder XIII b,