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geben, so daß mithin für die Hauptfestung nur 1909 Ctr. ver-blieben, während ein Platz von Danzigs Umfange wenigstens mit-4000 Centnern Pulver und 1^ Millionen Patronen dotirt wer-den mußte. Der Verlauf der Vertheidigung hat auch zur Genügebewiesen, wie ganz unzureichend die vorhandenen Bestände waren,denn der Mangel an Munition wurde ein Hauptgrund zur Ueber-gabe, die sonst noch 12-1-4 Tage hätte verschoben werden kön-nen. Daß man nicht mehr für die Ausrüstung an Munitiongethan, läßt sich nur dadurch erklären, daß man nicht besorgte,die freie Wasserverbindung zwischen Danzig und Pillau so baldzu verlieren, durch welche Verbindung es immer möglich blieb,neue Pulvervorräthe in die Festung zu schaffen.
3) Die Besatzung. Der ehemalige Gouverneur von Dan-zig, der General der Kavallerie Graf Kalkreuth, war am11. März auf diesen seinen Posten von Memel über Pillau unddie Nehrung zurückgekehrt uud hatte sofort die Geschäfte über-nommen, die bis dahin durch den Vice-Gouverneur, General-Lieutenant Manstein, geführt worden waren. Bei der Beliebt-heit des Gouverneurs von Seiten der Bürger gelang es bald,diese zu einer Opferwilligkeit zu bewegen, die bisher wohl nichtStatt gefunden hatte, wie denn auch die militärischen Gaben desGenerals sehr schnell eine größere Energie in der Vertheidigunggewahr werden ließen. Eine solche selbstständige, völlig unabhän-gige Stellung sagte offenbar dem Charakter des Generals GrafenKalkreuth mehr zu, als jede andere Thätigkeit, wo er sich unter-ordnen mußte. Kommandant war der General-Major Ham-berger, Artillerie-Offizier vom Platz der Major Oppen undIngenieur vom Platz der Lieutenant Pullet. Außerdem befan-den sich noch an höheren Ingenieur-Offizieren in der Festungoder trafen ein: der General-Major Laurens, Assessor beimIngenieur-Departement des Ober-Kriegskollegiums, aus aus-drücklichen Befehl des Königs, der Major Kühfuß als In-genieur-Brigadier und der Major Bousmard, der, nach derAuflösung der Ingenieur-Akademie zu Potsdam, in Danzig Be-schäftigung gesucht und gesunden hatte. Alle drei Offiziere er-hielten Sitz und Stimme im Kriegsrathe des Gouvernements,
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