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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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preußischen Bataillone retirirten nun ebenfalls nach dem hohenThor und sperrten dasselbe, um sich nach den Brücken abzuziehen,wenn das Regiment Kaluga die Pforte passirt hätte. Leider wurdeindessen dieses Regiment mit solcher Heftigkeit gegen die Pforte ge-worfen, daß zum Verschließen und Vertheidigen weder Zeit nochMittel vorhanden waren; die Franzosen drangen unmittelbar hin-terher in die Stadt, und scheinen auch einen Eingang näher nachder Passarge durch ein Kloster gefunden zu haben. Als nun diePreußen vom hohen Thor nach den Brücken abziehen wollten,stieß man schon am Markt auf den Feind, der die obere Brückebereits besetzt hatte. Man bog links aus und st-ichte, im Vereinmit dem Bataillon Plötz am Wasserthor, die untere Brücke vorden Franzosen zu erreichen; es gelang dies, aber natürlich mitansehnlichem Verlust von Gefangenen und Verwundeten, gegendie unmittelbar nach- und in die rechte Flanke vordringendenFranzosen. Auch der Uebergang über die untere Brücke kosteteaufs Neue Menschen, da die Franzosen, von der etwa 100 Schrittentfernten obern Brücke, die defilirenden Truppen in der Flankebeschossen. Großen Verlust erlitt ebenfalls das Regiment Ka-luga, von welchem mehrere Mannschaften von der obern Brückeabgeschnitten und gefangen wurden, oder über das Mühlwehroberhalb der Stadt zu entkommen suchten, aber bei dem hohenWasserstande zum Theil ertranken.

Verfolgt von den Franzosen defilirte nun die Infanterie desGenerals Plötz durch die Neustadt und auf dem Damm durchdie Niederung nach dem Einsiedelkruge, wo die Kavallerie desGenerals Esebeck zur Ausnahme bereit stehen, auch die reit. Batt.Weitzmann aufgestellt sein sollte. Der General Esebeck hatte ausMißverständniß den Rückzug nach Grunau fortgesetzt und derBatteriechef wider Befehl die Bespannung der Geschütze in demnahe liegenden Vorwerk Friedrichshöfen untergebracht, so daß mandie unbespaunten Geschütze am Einsiedelkruge vorsand und nurö retten konnte, 3 Kanonen aber den Franzosen in die HändeHelen. Zwei preußische Bataillonsstücke, deren Laffetirung zer-Ichossen war, blieben jenseits des Einsiedelkruges stehen; da in-dessen die Franzosen sich aus eine Verfolgung bis zum Einsiedel-