Druckschrift 
3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
Entstehung
Seite
308
Einzelbild herunterladen
 

Während dieser Anordnungen des Generals Plötz war auchdie Kolonne des Generals Dupont eingetroffen. Eine Abteilungderselben war durch den Stadtwald vorangegangen, die andereAbtheilung aus der großen Straße von Mühlhausen.

Die preußischen Vortruppen mußten sich nunmehr vom Za-gernschen Grunde zurückziehcn und setzten sich, ausgenommen durchdie Kürassiere des Majors Sessel, auf den linken Flügel des Re-giments Kaluga. Die französische Kolonne aus dem Stadtwaldeentwickelte sich zwischen dem Zagernschen- und Pfeiffengrunde undging vor, während der General Labruyäre gegen den Rudelshs-fener Grund avancirte, doch hier von dem Regiment Kaluga unddem Grenadier-Bat. Braun, welche, unterstützt von der reit Batt.Graumann, zur Offensive über den Grund vorgingen, zurückge-worfen wurde.

Nun hatte aber auch die Kolonne auf der großen Straftvon Mühlhausen die preußischen Vortruppen aus den Dörfer»Willenberg und Stangendorf nach heftigem Widerstande vertriebe»und sie in Unordnung über den Pfeiffengrund geworfen, wo sie, durchden General Esebeck ausgenommen, sich dem Regt. Plötz anschlofsen.

Der preußische General erkannte nunmehr, daß er mit einemsehr überlegenen Feinde zu thun habe, und befahl den Rückzug.Die Kavallerie und reit. Artillerie zogen sich zuerst durch die Stadtüber die Passarge, um sich hinter dem Einsiedelkruge wieder auf-zustellen; der Major Wulfen, mit dem einen Bataillon des Re-giments Rüts an den Brücken, folgte der Kavallerie ohne Be-fehl; wie es scheint, auf Grund einer Aeußerung des GeneralsEsebeck. Ein Bataillon des Regiments Plötz wurde zur Besetzungdes Wasserthors (aus welchem man nach der untern Passargegelangt) detaschirt, damit der Feind hier nicht eindringe, und daSRegiment Kaluga erhielt den Befehl, sich nach der Pforte, durchwelche es vorgegangen war, zurückzuziehen, während mau «einem Bataillon Rüts, einem Bataillon Plötz und dem ersten Ba-taillon Besser die Häuser vor dem hohen Thor und das Th«selbst halten wollte, bis das Regiment Kaluga in Sicherheit war.So weit ging Alles in Ordnung ab. Das Regiment Kalugazog sich schnell ab, von den Franzosen heftig gedrängt. Die drei

K»'

L sf.'-

Atz

^»1 .