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dem Drausensee ausgebreitet. Seine Vorlruppen hatten hier meh-rere kleine glückliche Gefechte gegen den linken Flügel der Kan-tonirungen des M Ney bei Liebstadt, da der Feind von dieserSeite keine Angriffe erwartet, und sich nicht einmal durch Vor-posten gesichert hatte. Ein Bataillon der Danziger Garnison un-terhielt die Verbindung des Korps mit Marienburg. In Kö-nigsberg selbst befanden sich nur wenige neuformirte Batailloneals Besatzung unter dem Befehle des Generals Rüchel.
Die wahrscheinliche Kcnntniß von diesen Verhältnissen be-stimmten den M. Ney, einen Versuch auf Königsberg zu wagen;er trug diese Erpedition dem General Colbert auf, dem er, au-ßer der leichten Kavallerie, noch sämmtliche Grenadiere und Vol-tigeurs des Korps, in 6 Bataillone formirt, nebst 6 Geschützenbeigeordnet hatte. Er befahl dem General, mit der größten Schnel-ligkeit — die Infanterie auf Schlitten — von Bartenstein vorzu-gehen, bei Gr. Lauth den Firsching zu überschreiten und Königsbergin seinem Namen, mit dem Versprechen der Sicherheit des Eigen-thums, zur Uebergabe aufzufordern, im Verweigerungssalle abermit gänzlicher Zerstörung zu drohen.
Das Unternehmen unterblieb wegen der Bewegungen desL'Estocqschen Korps.
Sobald der M. Ney die Richtung auf Königsberg augen-scheinlich eingeschlagen, hatte der König sofort den HauptmannSchöler an den General Bennigsen geschickt, um ihn zu vermö-gen, sich selbst auf dem linken Flügel durch den General Essen I.zu verstärken, und so schleunig als möglich den General L'Estocqdurch etwa 20,000 Mann von den nächsten Truppen unterstützenzu lassen, um den M. Ney auf Thorn zurückzuwerfen. Kaumwar indessen der genannte Offizier abgereist, als der Oberst Ko-schin vom General Graf Burhöwden beim Könige eintraf undihm Mittheilungen von dem Rechtsabmarsch der ganzen russischenArmee brachte. Da hatte aber auch bereits das Vorgehen desGenerals Colbert gegen die Alle die Besorgniß eines Handstrei-ches auf Königsberg erregt, und man mußte ein solches Unter-nehmen durch die eigenen Kräfte scheitern machen. Am 8. Januarverließ der General L'Estocq die Stellung bei Angerburg, und