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quartier zu Grodno eingetroffen, und wurde am 22. eine Marsch-und Verpflegungs-Konvention für den Durchmarsch durch Neu-est-, Süd- und Ostpreußen abgeschlossen, nach welcher die Armeein I Kolonnen vorrücken sollte, und zwar:
Die rechte Flügel-Kolonne — III. Division — über Kedul-len, Löbegallen, Gerdauen, Guttstadl, Lvbau, Thorn, Pakoscz rc.nach Liegnitz;
Die zweite Kolonne — II. Division — bei Olitta über dieMemel, über Suwalki, Oletzko, Nikolaiken, Soldau, Biezun,Wroclawiek, Konin, Militsch rc. nach Auras bei Breslau;
Tie dritte Kolonne — IV. Division — bei Grodno überden Niemen über Sokolka, Bialystok, Sniadow, Pultusk, Za-kroczyn, Wartha, Wartenberg rc. nach Oels bei Breslau;
Die linke Flügel-Kolonne — VI. Division — über Ciecha-nowiec, Wyszkowo, Warschau, Lowicz, Sieradz, Bernstadt nachBreslau.
Am 23. Oktober sollte der Marsch angetreten werden undam 30. November das Hauptquartier in Breslau eintreffen, dochverzögerte sich der Abmarsch, und am 25. Oktober ging die Nach-richt von den Ereignissen an der Saale ein, welche die russischeArmee in eine sehr ungünstige Stimmung für die preußischen An-gelegenheiten versetzte, und zwar um so mehr, als man noch vomvergangenen Jahre her glaubte, gerechte Ursache zur Unzufrieden-heit mit Preußen zu haben. Dennoch rückte der General Ben-nigsen am 28. Oktober, nicht ohne Einwendungen von Seitender untergebenen Generale, vor, überschritt in den nächsten Tagendie preußische Grenze auf den angegebenen Punkten, und setzteso mit den einzelnen Divisionen den projekirten Marsch fort, daman die ganzen vernichtenden Folgen der Niederlage des preu-ßischen Heeres noch nicht übersehen konnte. Nun folgten aberNachrichten auf Nachrichten; man sah die große, auf ihren Kriegs-ruhm stolze preußische Armee zertrümmert, bald das gauze Landbis zur Oder in den Händen der Franzosen, alle Festungen biszu diesem Abschnitt übergeben; man sah den Raum, welcher denSieger noch von Rußland trennte, bis zur Weichsel völlig offen
und preisgegeben, sab wie Süd- und Westpreußen den Franzosenin.