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ihm aber auch die Flankenstelluiig der Preußen an der Saale zustark, um einen Schritt weiter zu thun. Unter Aufgebung derdirekten Verbindung mit seiner Basis, läßt er die Armee am 12.Oktober eine große Linksschwenkung machen, durch welche dasbisherige Centrum zum rechten Flügel wird und auf Naumburgvordringt, während der linke Flügel und das neue Centrum aufJena Vorgehen, weil er die preußische Armee vereinigt und ander Saale auf dem Plateau von Weimar aufgestellt glaubt.Hiermit hat er seinen Ueberschuß an Kräften gegen die Verbin-dungen des Gegners entsendet, um ihm eine Vernichtungsschlachtzu liefern. Aber Napoleon hatte die Schwierigkeiten des Saal-thales nicht gekannt, und durch die Entsendung auf Naumburgsich in die Lage versetzt, daß wenn der Paß von Kosen nichtüberwältigt wurde, diese Entsendung entweder ganz außer Tä-tigkeit gesetzt wurde oder weiter oberhalb das Plateau gewinnenmußte und zu spät auf dem Schlachtfelde eintraf; daß er selbst,Napoleon, wenn er mit dem linken Flügel und dem Centrumirgendwo das Saaleplateau gewann, durch überlegene Kräfte wie-der in das Thal hinabgestürzt wurde, bevor der rechte Flügelihm Unterstützung bringen konnte; daß endlich, wenn der Paß beiKosen wirklich gewonnen wurde, der rechte Flügel eine Niederlageerleiden konnte, bevor Napoleon ihm Hülfe zu bringen befähigtwar. Bei einem gesunden Oberbefehl der preußischen Armeekonnte nicht allein, sondern mußte sich sogar aus den Kombina-tionen des Gegners ein solches ungünstiges Resultat für ihn er-geben, und dann würde das Urtheil der Zeitgenossen Napoleoneben so sehr verdammt haben, als sie jetzt die Weisheit seiner Be-rechnungen erheben. Das heißt aber nach dem Erfolg urtheilen,was nur da als gültig betrachtet werden kann, wo es sich umOperationen handelt, die auf die Keuntniß von dem Charakterdes Gegners basirt sind. Kannte Napoleon den Zustand desOberbefehls, die Niedergeschlagenheit rc. der preußischen Armee,so daß er glaubte, unter solchen Verhältnissen Alles wagen zukönnen, so war er allerdings gerechtfertigt; war ihm indessen derZustand seines Gegners verborgen, wie es in der That ange-nommen werden muß, so erscheint die Bewunderung der Opera-I. 32