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überwältigen. Ist nicht auf irgend eine Weise die Infanterieerschüttert worden, oder hat sich nicht ihre taktische Ordnung ge-lost, so findet die Kavallerie in den meisten Fällen nur noch indem Feuer der sie begleitenden reitenden Artillerie die Möglichkeit,die Ordnung und Besonnenheit in der Infanterie zu brechen unddann ihrerseits zur erfolgreichen Wirksamkeit zu gelangen;
3) daß die Blüchersche Kavallerie, nachdem jene Angriffebeim Beginn der Schlacht mißglückt waren, zum greßen Theildas Schlachtfeld verließ, zugleich ein Theil der übrigen Kavalleriefrühzeitig nach allen Richtungen von den Befehlshabern zerstreutwurde, so daß der linke Flügel während des Verlaufs der Schlachtohne alle Kavallerie blieb und auf dem rechten Flügel sich Theilevon allen Regimentern ohne Zusammenhang, ohne gemeinschaft-lichen Oberbefehl sammelten. Konnte diese Kavallerie unter solchenUmständen aber auch nicht daran denken, die Division Morandzu überwältigen, so mußte sie doch wenigstens außerhalb des hef-tigsten Feuers halten bleiben, und würde dann den Rückzug derInfanterie von Hassenhausen gesichert, und die großen Verlustean Gefangenen und Geschützen verhindert haben; die Schlachtendete dann an dem Abschnitt von Poppel-Nehhausen;
4) daß nach der tödtlichen Verwundung deS Herzogs vonBraunschweig eigentlich jede Einheit in den Anordnungen zur Fort-führung der Schlacht verloren ging, jeder General, jeder General-stabs-Offizier und Adjutant auf eigne Hand befehligte und Truppenins Gefecht führte. Als Chef des Generalstabes wäre es Sachedes Obersten Scharnhorst gewesen, dem Könige zur Seite zustehen, damit die Schlacht nach dem Sinne des Herzogs fortgeführtwurde; aber der Oberst glaubte sich an den linken Flügel gebundenund verließ denselben während des ganzen Gefechts bei Hassen-hausen nicht. Der Vortragende General-Adjutant des Königs, derOberst Kleist, wäre demnächst berufen gewesen, dem Könige Rathzu ertheilen, aber auch er war während der Schlacht meist ab-wesend und suchte hier und da nach Ermessen auf eigene Handeinzugreifen, so daß der König nur Offiziere um sich hatte, dietheils nicht das Zeug hatten ihm anders als durch Ueberbringungvon Befehlen nützlich zu sein, theils die Verantwortung scheuten,