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Jehntes Kapitel.
Betrachtungen.
Bevor wir nach den unglücklichen Schlachten bei Jena undAuerstädt die Folgen derselben ins Ange fassen, ist es wohl er-laubt, einen Augenblick inne zu halten, die Ereignisse des ver-hängnißvollen 11. Oktober noch einmal vorübergehen zu lassenund sich zu fragen: was mit den vorhandenen Mitteln und unterden zur Zeit bereits eingetretenen Umständen von Seiten derpreußischen Armee-Führer hätte geschehen können, nm einen soschmählichen AuSgang deS Krieges abzuwenden?
Es ist durch die vorangegangenen, eingeflochtenen Betrach-tungen bereits uachzuweisen versucht worden, daß die Lage derpreußischen Armee am 13. Oktober Morgens, als die Stadt Jenaund das Plateau zwischen Saale und Ilm sich noch in ihrenHänden befand, keinesweges so verzweifelt war, als sie allgemeindargestellt worden ist. Sie war weder ungünstig, wenn man demFeinde die Schlacht bieten wollte, wozu alle Bewegungen bis da-hin gedrängt hatten, noch war sie es, wenn man sich dem Feindevorlegen wollte, um wieder in eine senkrechte Richtung zu denVerbindungen zu gelangen; vielleicht selbst nicht einmal, wennman sich entschloß über die Saale zu gehen und die Franzosenmit allen Kräften in Flanke und Rücken anzufallen, Falls siedie Flankenstellung an der Saale nicht achteten.