dann mit einer Ordnung wie auf dem Nebungsplatz in der Rich-tung auf Auerslädt.')
Als man bei der Reserve gewahr worden, und auch dieMeldung eingegangen war, daß eine feindliche Kolonne sich amWalde auf der alten Straße gegen die linke Flanke bewege, warendie anwesenden Schwadronen des Regmts. Gendarmes unter demMajor Löschbrandt zum Rekognosziren vorgeschickt worden. Eswar augenscheinlich, daß der Feind sich in Besitz von Lisdorfsetzen und von dort zur Bedrohung der linken Flanke auf Eckards-berga detaschiren wollte. Um diesem zu begegnen, dadurch daszur Zeit noch stehende Gefecht bei Hassenhausen günstiger zu ge-stalten, zugleich den Rückzug auf Laucha zu offnen, hatte derFlügel-Adjutant Major Jagow dem General Gr. Kalkreuth vor-geschlagen, wenigstens einen Theil der Reserve links abmarschirenzu lassen, um zuvorderst Lisdorf zu besetzen, dann aber am Fußder bewachsenen Höhen vorzugehen. Der General hatte von demVorschläge keine Notiz genommen, und war ohne Antwort nachdem rechten Flügel geritten. Als nun der Major auf eigeneVerantwortung das Regiment Zenge gegen Lisdorf vorgeführthatte, in der Erwartung, daß die andern Truppen folgen wür-den, dies aber nicht geschehen war, mußte er es wieder in dieLinie zurückführen und dem Feinde zu weiteren Bewegungen freieHand lassen.
Als weiter der Rückzug von Hassenhausen sichtbar gewordenwar, hatte der General Gr. Kalkreuth die Reserve, die anfäng-lich so gestanden, daß sie vom Feinde nicht gesehen werden konnte,etwa um 1 Uhr, mehr vorgenommen, um sie dem Feinde zu zeigen.Die dazu gehörigen Batterien bestrichen den Abhang der Höhe.
1) Es war diese entschlossene Haltung um so ehrenvoller für das Regi-ment, als es nicht allein die regellose Flucht der Truppen des rechten Flügelsan sich vorüberziehen sah, sondern in dem Augenblick, wo es sich hinter Reh-hausen aufstellen wollte, von dem zurückreitenden General Gr. Wartenslebendurch den Zuruf in Unruhe versetzt worden war: „Was wollt ihr hier?will sich das Regiment auch schlagen und ausreiben lassen?" Noch zu rechterZeit war der Oberst Kleist hinzugekommen und hatte dem Regiment imNamen des Königs den Befehl ertheilt, den Posten besetzt zu behalten.