Druckschrift 
1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
Seite
430
Einzelbild herunterladen
 

Truppen das Blüchersche Husaren- und Jrwing-Dragouer-Regmt., die 2. Warschauer Füsilier-Brigade des Generals Oswaldund das Weimarsche Scharfschützenbataillon sollten aufs Neuedie Avantgarde der Armee bilden.

Als der Herzog in Auerstädt zu Pferde gestiegen war, kehrteder Hauptmann Doyen aus dem Hauptquartier Kapellendorf desFürsten Hohenlohe zurück, und machte ihm von dem, was ihmder Fürst aufgetragen, Meldung. Die Mittheilung von dem Ein-gänge eines Schreibens Napoleons beim Fürsten war dem Her-zoge so wichtig, daß er abstieg und eiligst zum Könige ging, demnun der Hauptmann Doyen seine Meldung wiederholen mußte,worauf sich ein längeres politisches Gespräch entspann, bei dessenBeendigung der König und der Herzog zur Division Schmettauabritten.

Speziell ordneten die Divisions-Kommandeurs zum Mar-sche an:

Die Divison Schmettau giebt zur Avantgarde und zuSeiten-Patrouillen 600 Pferde, unterstützt durch die Schützeneiniger Regimenter und durch ein Grenadierbataillon; die Infan-terie folgt in der Entfernung von einer Viertelstunde in Sektionslinks abmarschirt; die Kavallerie schließt.

Die Division Wartensleben läßt ihre Kavallerie aufdie Infanterie folgen.

Die Division Oranien hat die Kavallerie an der Spitze,dann folgt die Infanterie; das Grenadierbataill. Knebel mit1 Schwadr- des Leib-Kürassier-Regmts. machen die Arriergarde;zwischen dieser Arriergarde und dem an der Queue der Kolonnemarschirenden 1. Bataill. Möllendorf gehen die Modderbrücken-Kolonnen, welche jenem Bataillon attachirt werden, und die Pack-pferde der Divisionen. Sobald die Division Auerstädt passirt,werden gegen die Ilm und Saale Patrouillen geschickt und daSTerrain längs dieser Flüsse genau beobachtet.