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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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übernahm das Kommando dieser Truppen, bildete sich so eine3. Brigade vor dem Feinde und stellte sie ans beiden Seiten derChaussee längs des Webichts auf. Dahinter sammelte der OberstMassenbach diejenigen preußischen Truppen, die nicht bereits dieIlm früher bei Weimar oder oberhalb passirt nnd nach Erfurtgegangen waren- Ueberhaupt waren nach Weimar zurückgegan-gcn: der größte Theil der Regmtr. Sanitz, Grawert, das 2. Ba-taillon Müffling, die Grenadierbataill. Sack, ^ Herwarth, ^Kollin,die Füsilierbataill. Pelet und Rühle, die Jägerkomp. Werner nndBalentini, 2 Schwadr. des RegmtS. Henkel-Kürassiere, 2 Schwadr.von Katte-Dragonern, und die Bilaschen und Gettkandtschen Hu-saren, die sich durchgeschlagen hatten.

Es hätte nun bei dem Fürsten Hohenlohe gestanden, unge-stört den Rückzug über die Ilm durch Weimar und Ober-Weimaranzutreten, wo dann, wenn die Uebergänge daselbst nur kurze Zeitgehalten wurden, Niemand den weitern Rückzug und die Vereini-gung mit dem linken Flügel und der Hauptarmee gestört habenwürde. Aber bei dem Fürsten fingen sich schon an die Folgender seine Kräfte übersteigenden Beschwerden zu zeigen. Er sprachkein Wort als nur mit dem Obersten Massenbach, und der Gramüber das Unglück, geschlagen, in die Flucht geschlagen zu sein,bemusterte sich seiner so sehr, daß er zwei Tage lang in seinemBetragen nicht wieder zu erkennen war.

Man blieb mit dem Defilee im Rücken halten. In Weimarwar noch von der Hauptarmee eine Menge Brod und Branntweinzurückgeblieben; man wollte es herausholen und unter die Truppenvertheilen, doch hätte dies eben so gut auf der andern Seite derStadt geschehen können, wo man dann durch das Defilee gedecktwar. Der Fürst war völlig in Schwermuth versunken, und warnur besorgt um das Schicksal der Division Niesemeuschel, von derman gar keine Nachricht hatte. Man deliberirte über die Richtungdes weitern Rückzuges. Einige wiesen nach Erfurt, der OberstMassenbach blieb auf die Richtung über Liebstädt w. bestehen.

Nachdem man so wohl eine Stunde gestanden hatte, und derFürst über das Schicksal der Sachsen an der Schnecke nicht mehrzweifelhaft sein konnte, gab er den Befehl zum Ruckzug über die