zurückgeblieben waren, und denen sich das Füsilierbataill. Pelet,daS mit frischer Munition versehen worden, angeschlossen hatte,formirten sich unter dem General Pelet vorwärts des Dorfes zurUnterstützung des Angriffs des rechten Flügels.
Die Kavallerie des Rüchelschen Korps kam, so wie sie dasDefilee von Kapellendorf durchschritten hatte, sofort in daS Feuerder feindlichen Batterien, welche die Höhe des Sperlingsbergeskouronnirt hatten, und zog sich mit der reit. Batterie Neander,nachdem die Teten der Infanterie sich entwickelt hatten, rechts undlinks auseinander, um dem Angriff derselben Raum zu geben.Hinter dem linken Flügel setzten sich die 8 Schwadronen Gett-kandt-Husaren, die beim Zurückgehen auf diesen Flügel gestoßenwaren, aber bald darauf ganz über das Defilee zurückgenommenwurden. Der General Zeschwih II., der mit der sächsischen Ka-vallerie der preußischen auf Gr. Romstädt gefolgt war, wurde imZurückgehen vom Fürsten Hohenlohe, der das GrenadierbataillonWinckel verlassen hatte, aufgehalten und links gezogen, um dierechte Flanke des Generals Nüchel zu decken; au sie schloß sichdaselbst die übrige sächsische Kavallerie von Jsserstädt her an. DerGeneral Rüchel überwies dem Fürsten das Kommando, der esindessen ablehnte, weil er geschlagen worden und dem Generalden Ruhm lassen wollte, die Angelegenheiten wieder herzustellen.
ES war etwa 2^ Uhr,') als das 1. Echelon — die Regmtr.
1) Es ist früher mitgetheilt worden, daß es etwa 10 Nhr gewesen seinmöchte, als der General Rüchel mit seinem Korps vom Lagerplatze amWebicht aufbrach, um dem Fürsten Hohenlohe Unterstützung zu bringen, unddennoch beginnt der Angriff bei Kapellendorf erst um Uhr. Beide Zeit-bestimmungen stehen durch vielfache Aussagen der betreffende» Trnppen-theile ziemlich fest, und kein einziger Bericht spricht von einem Halt auf demMarsche selbst. Wenn auf diese Weise 4^ Stunden auf einen Weg von1^—1^ Meilen zugebracht sein mußten, so fehlt jede Erklärung, wodurch einso bedeutender Zeitverlust herbeigeführt worden sein könnte, und die Ankla-gen gegen den General Rüchel: daß er absichtlich gezögert habe aufdem Schlachtfelde zu erscheinen, um sich den Ruhm, die Ent-scheidung des Tages gegeben zu haben, anzueignen, entbehrenwohl der Begründung. Man muß annehmen, daß die Anordnungen, nach-