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an den Herzog von Weimar nach Ilmenau abgehen, um ihnvon dem neuen Stande der Dinge zu unterrichten. Bei Fran-kendorf wandten sich die Kolonnen links in die Richtung aufKapellendorf.
Schon in der Nähe dieses letztem Dorfes kam ein Kouriervom Könige, durch welchen der General zum Marsch auf Auer-städt und zur schleunigsten Unterstützung aufgefordert wurde,')indessen schloß der General sehr richtig, daß er zur Hauptarmeezu spät eintreffen würde, dem Fürsten Hohenlohe aber vielleichtnoch helfen könne. Er setzte daher den Marsch fort, auf welchemihm der Oberst Massenbach entgegenkam und ihm mittheilte, daßdie Schlacht so gut wie verloren sei. Der General fragte, woer dem Fürsten helfen könne; der Oberst antwortete unglückseliger-weise: „setzt nur durch Kapellendorf," und zeigte auf die Höhejenseits des Dorfs. Der General nahm den Obersten mit sichund sandte durch einen Adjutanten dem General Gr. Tauentzien,der bereits den Werlitzgraben mit dem geschlagenen linken Flügelüberschritt, die Anweisung, halten zu bleiben und zu sammeln,was möglich sei, er — der General Rüchel — werde sogleichangreifen.
Die linke Flügel-Reserve wurde auf der Höhe rechts vor-wärts von Wiegendorf postirt, die 12pfündige Batterie vor,Schützen in einem Gebüsch. Tausende von Flüchtlingen zogenhier links vorbei. Die mittlere Reserve wurde hinter Kapellen-dorf zurückgelassen. Die rechte Flügel-Reserve stellte sich weiterrechts vom Dorfe auf der Höhe auf, und schob die Schützen undKürassiere nach dem Grunde des Werlitz - Grabens vor. DasFüsilierbataill. Sobbe besetzte den Werlitz-Graben.
Das GroS des Nüchelschen Korps ging in 2 Kolonnen durchKapellendorf und links des Dorfes, um jenseits deS Defileesrechts und links aufzumarschiren, die Kürassiere von Bailliodz undKatte-Dragoner an der Spitze durch das Dorf. Die Füstlier-bataill. Rühle und Rabenau, die bisher noch in Kapellendorf
1) Es war nicht zu ermitteln, in welchem Moment der Schlacht beiAuerstädt dieser Kourier abgesandt worden.