403
wodurch dem Ueberflügeln augenblicklich in etwas begegnet wurde,und die Kavallerie des linken Flügels zog sich on volliguisr mitOrdnung ab. Indessen so wie es nnn rückwärts ging, war auchder Muth bei den Truppen verloren, und das Bestreben, sich sobald wie möglich in Sicherheit zu setzen, wurde bei Allen mehroder weniger sichtbar. Feindliche Kavallerie fiel in die Lücken desGreuadierbataill. Hahn, hieb viele Leute nieder, wurde aber nochzur rechten Zeit von dem Kürassier-Regmt. Heuckel mit Verlustzurückgeworfen und die Gefangenen wieder befreit. — Der Rück-zug wurde allgemeiner. — Gegen die Brigade Dyherrn hattensich ebenfalls Tirailleurs, von Kavallerie und Linie unterstützt,unter dem Schutz einer Batterie, geworfen, welche die Granat-batterie Kotsch, die sich noch vor der Linie hielt, in die rechteFlanke nahmen und sic zum Rückzuge nöthigten. Die Infanterieder Brigade hatte bald ihre wenige Patronen verschossen; dieRegmtr. Laver und KlemenS lösten sich zuerst auf; das Bataillonvom Regmt. Müffling und das Regmt. Kurfürst hielten sich amlängsten, bildeten noch einen kleinen festen Kern um die Fahnen,mußten aber endlich auch zurück, da die Lücken immer größerwurden.
Der Feind folgte mit Trommelschlag und Musik auf allenPunkten. Er bog seinen rechten Flügel um den preußischen linkenund umklammerte auch den rechten Flügel, und ungeachtet seineFlügel weit über die preußischen hinwegragten, sah man hinterdem Vordertreffen immer noch volle Kolonnen, die mit vieler Ord-nung in die erste Linie einrückten, wenn durch das weitere Vor-ziehen der Flügel Lücken entstanden. Der Rückzug der Hohen-loheschen Truppen artete immer mehr in Flucht aus. Die rei-tende Artillerie, die am meisten gebraucht worden war, war größ-tenteils zerstört, und die unbehüfllichen 12pfünder konnten durchdie davor gespannten elenden Pferde in dem Sturz- und Kar-toffelacker nur mühsam sortbewegt werden.
So wie der Feind irgend eine Unordnung bemerkte, ließ erleine Kavallerie los, die mit gewaltigem Ungestüm und Geschrei,z»m Theil betrunken, zum Thcil auf durchgehenden Pferden, ein-fach, während die preußische Kavallerie, nachdem sie so viel ge-
26 *