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falsche Bewegungen zu machen, wo seine Gegenwart an diesemoder jenem Orte entscheidend werden konnte.
Von dem Feinde erfuhr man durch Landleute, daß das Korps,das bei Saatfeld geschlagen hatte, ans Pösneck marschirt sei, daßzwischen Königssee und Blankenburg nichts vom Feinde gesehenrvorden, daß Saalfeld nur schwach besetzt sei und daselbst die imGefecht eroberten Kanonen aufgefahren ständen. Deserteurs vonden Darmstädtern, die Nachmittags eingebracht wurden, gehörtenzum Korps des M. Augereau, wollten am 12. Abends dasselbebei Saalfeld verlassen haben und sagten aus, daß es am 13. vondort weiter marschirt sei.
Ein Schreiben des Generals Rüchel, das einging, enthieltnichts als die Mittheilung, daß das unter ihm stehende BlücherscheHusaren-Regmt. zur neuen Avantgarde der Hauptarmee abgege-ben, und dagegen das 2. Bataill. von Pletz-Husaren, das sichnoch bei dem Herzog von Weimar befand, ihm, dem GeneralRüchel, zugewiesen worden sei. Indessen ging doch aus demSchreiben so viel hervor, daß der General sich am 13. noch inBechstädt bei Erfurt befand. Das genannte Husaren-Bataillonwurde an die Befehle des Generals Rüchel verwiesen.
Eine auf Blankenburg vorgesandte Patrouille brachte nureinen Munitionswagen auf, der von dem Detaschement des Ge-nerals Pelet daselbst beim Rückzuge am 10. stehen geblieben war;zugleich brachte sie die Nachricht, daß die Franzosen Saalseld ver-lassen und über Rudolstadt auf Jena marschirt seien. —
Der General Rüchel begab sich in Folge des vom Her-zog von Braunschweig erhaltenen Befehls am 13. von Bechstädt»ach Weimar, wo er um 11 Uhr eintraf und die Instruktion er-hielt: sich mit Besetzung von Weimar auf den Höhen zu postiren,welche die Hauptarmee im Begriff stand zu verlassen, die Verbin-dung mit dem Herzog von Weimar zu erhalten, demselben zumRepli bei seinem Rückzuge auö tem Thüringer Walde, und imNothfall zur Unterstützung zu dienen, so wie auch die aus derFrankfurter Straße vorgeschobenen Truppen schleunigst zurückzu-»ehmeu.
Der General Rüchel sandte sogleich an seine Truppen die