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abgeschnitten werden könnte, sondern der Feind auch in Standgesetzt würde, sich der Brücke bei Saatfeld zu bedienen, um aufdem guten Wege nach Neustadt zu marschiren, dem auf schlechtenGebirgswegen defilirendcn Korps in die Flanke zu fallen, und vordemselben Neustadt zu erreichen. Diese Betrachtung, die Anwe-senheit eines Magazins in Saalfeld, so wie die Ansicht, daß seinerechte Flanke durch die Aufstellung des Generals Pelet bei Blan-kenburg, seine linke Flanke durch den General Schimmelpfennigbei Pösneck hinlänglich gedeckt seien, machten es dem Prinzenwichtig, den Punkt von Saatfeld nicht durch eine falsche Attake,durch eine bloße Demonstration nehmen zu lassen. Er schriebdeshalb um 9 Uhr Abends an den König, meldete die empfan-genen Nachrichten vom Feinde, daß er in der Nacht die Avant-garde bei Rudolstadt konzentriren werde, um nach Neustadt a. O-zu marschiren und daher bitte, von der am folgenden Tage nachder Gegend von Blankenhayn rückenden Hauptarmee einen Theilin das Saalthal zu werfen und gegen Gräfenthal vorrücken zulassen, um dadurch dem nach Neustadt rückenden HohenloheschenKorps gegen den auf Saalfeld vordringenden Feind die rechteFlanke und den Vorgang im Saalthal selbst zu decken. Abschriftdieses Schreibens sandte er dem Fürsten Hohenlohe durch densächsischen Lieutenant Egidi nach Jena. Bis die Truppen derHauptarmee indessen im Saalthale eingetroffen sein konnten, undum sich die Brücke bei Saatfeld zum eigenen Uebergaug zu be-wahren, schien es dem Prinzen nothwendig, selbst gegen diesenPunkt vorzugehen und sich dort zeitweise zu behaupten. Der OberstRabenau erhielt somit den Befehl, sich bis zum Morgen des 10. zuhelfen so gut er könne; er, der Prinz, werde ihn ernsthaft unter-stützen; sollte der Oberst vom rechten Saalufer her angegriffenwerden, so solle er die Brücke und Saatfeld kräftig vertheidigen-Die Truppen der Avantgarde wurden noch in der Nacht beordert,mit Tagesanbruch des 10. auf dem Rendezvous zwischen Schwarzaund Rudolstadt sich einzufinden. Die Generale Pelet und Schim-melpfennig wurden von der Absicht des Prinzen, gegen Saalfeldvorzugehen, unterrichtet, und erhielten den Befehl, beziehungsweffebei Blankenburg und Pösneck stehen zu bleiben. Die eigene An-