Druckschrift 
1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen
 

224

46,000 Mann, und sollte also auf dem linken Saalufer Vordrin-gen; jedoch beabsichtigte Napoleon keinesweges sie daselbst zu be-lassen, sondern von Saalfeld ab auf das rechte Ufer herüber-zuziehen.

Der Großherzog von Berg erhielt den Befehl, am 7.sein Hauptquartier nach Kronach zu.verlegen, um mit den zuseiner Disposition gestellten leichten Kavallerie-Brigaden Wattierdes 1. Korps, Treilhard des 5. Korps und den Brigaden Mil-Hand und Lasalle das Terrain vor der Armee und zwischen denKolonnen aufzuklären, Nachrichten einzuziehen, Gefangene zumachen rc. Die Brigade Treilhard sollte, wie bereits erwähnt,auf Gräfenthal, die Brigade Wattier mit einem Regiment am 8.über Lobenstein gegen Saalburg so weit als möglich vorgreifen,die Brigade Milhaud sich jenseits Lobenstein links werfen undgegen Gräfenthal und Saalfeld aufklären, der General Lasallerechts gegen Hof rekognosziren. Die nicht verwandten Regimenterder Brigade Wattier und der Kavallerie des Generals Lasallesollten die Reserve zur weiteren Disposition des Großherzogs bil-den. Auf diese Weise erwartete Napoleon in der Nacht zum 0.nach Kronach Meldung zu erhalten: über die Stellung der Preu-ßen bei Gräfenthal, Saalfeld und Hof, über die Beschaffenheitder Verbindungswege zwischen den drei Kolonnenwegen derArmee rc. Ingenieur-Offiziere sollten den Kavallerie-Generalenbeigegeben werden.

Der M. Bernadotte mit dem 1. Korps sollte die Divi-sion Düpont von Bamberg heranziehen, am 7. mit 2 Divisionenvon Lichtenfels bis jenseits Kronach, mit der Division Düpontbis Zettlitz vorwärts Lichtenfels marschiren, am 8. dieseDivision wieder an das Korps ziehen, da das 3- Korps sie amDefilee von Zettlitz ablösen würde, und dergestalt Vorgehen, daßnoch eine Infanterie-Brigade zwischen Lobenstein und Ebersdorszu stehen käme- Am 0. sollte das Gros des Korps zwischenSaalburg und Lobenstein stehen. Der Marschall sollte sich vor-zugsweise gegen Hof sichern und links die Verbindung mit demM. LanneS aufsuchen. Griffen die Preußen die rechte Flügel-