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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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gischen Armeeführung gerathen müsse, nahm das Wort und er-klärte: es komme im Kriege weniger darauf an, was man thue,als daß es mit gehöriger Einheit und Kraft geschehe. Da nundie Verschiedenheit der Meinungen so groß sei, der Versuch, dieMeinungen zu einigen, die Zeit fortnehmen und doch am Endevergeblich sein würde, so trage er darauf an, von Seiten derHauptarmee nachzugeben und den vom Fürsten Hohenlohe unddem Obersten Massenbach vorgeschlagenen Linksabmarsch auszufüh-ren, aber dann auch augenblicklich und mit der größten Anstren-gung dazu zu schreiten.

Der Oberst Massenbach hatte indessen die Versammlung zuwenig von der Richtigkeit seiner Ansichten überzeugt; man gingaus den vermittelnden Vorschlag des Obersten Scharnhorst nicht ein.

Der Oberst Massenbach kam nun auf die Stellungen beiKraul«, Bienslädt und auf dem Ettersberge zurück; doch entschiedman sich auch hierüber nicht; die Konferenz wurde abgebrochenund Nachmittags 4 Uhr beim Herzoge im römischen Kaiser, ohneden König, wieder fortgesetzt.

Auch iu dieser Konferenz derselbe Kampf der Meinungen.Am Ende proponirte der Herzog eine sehr starke Rekognoszirungvon allen Seiten und zu gleicher Zeit. Man entschied sich da-für und lautete das Protokoll der Konferenz wie folgt:

Alle Anwesenden waren der Meinung, daß es nicht rath-sam sei, mit der Armee über den Thüringer Wald zu gehen, be-vor man nicht eine genaue Kenntniß von der Stellung des Fein-

Jch setze voraus, daß einige Bataillone vom Korps des Herzogs Eugenzur Verstärkung der Besatzung des Petersberges verwandt werden."

Militärisch ist diese Bewegung, weil wir sie durch drei feste Punkteunterstützen."

Politisch gut ist sie, weil wir den alliirten Kurfürsten von Hessen durchdas Dasein der Rüchelschen Armee unterstützen; weil wir den alliirten Kur-fürsten von Sachsen decken, und weil wir Oestreich in den Stand setzen, sichin uuserm Rücken zu rüsten."

Dies ist meine unvorgreisliche, allerunterthänigst vorgelegte Meinungund feste Ueberzeugung."

Erfurt, den 5. Oktober 1806.

Massenbach.