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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Der Oberst Scharnhorst, der die Gefahr erkannte, in welcheman bei solchen Meinungsverschiedenheiten und einer wenig ener-

Sachsen nicht mit Recht klagen, wenn wir seine, zur Vertheidigungdes Vaterlandes bestimmten Truppen bloß zu unserem und desKurfürsten von Hessen Nutzen verwenden wollten? Hat Napoleondie mittlere Elbe, so hat er auch die untere Elbe und ganz West-Deutschland. Nicht umgekehrt."

Es giebt zwei Fälle:

1) wenn Napoleon sofort zur Offensive schreitet. Dieser Fall ist mirder wahrscheinlichste;

2) wenn der Feind unsere Offensive abwartet."

In jenem Falle müssen wir folgende Stellungen beziehen und zwarauch deswegen beziehen, weil uns diese Stellungen auch zur zweckmäßigenOffensive führen, nämlich: die Armee rechten Flügels mit der Avantgardean der H'örsel, Gros bei Kraula. Die mittlere oder Hauptarmee: die Avant-garde bei Emleben und Schwabhausen, das Gros bei Nienstädt. Die Armeelinken Flügels: die Avantgarde bei Stadt-Ilm, Gros bei Hochdorf. Vor-posten aller drei Armeen im Gebirge mit stehenden Patrouillen nach demThale der Werra."

Vorbereitung zur Offensive."

Diese Offensive wird unternommen: n) durch Schein-Demonstrationender rechten Flügel-Armee gegen Hünefeld rc. b) durch einen Uebergang vonetwa 6000 M. über Oberhof, Frauenwald, Kahlert, die mit größter Prä-caution Vorgehen, aber viel Lärm machen und doch nichts riskiren. DieserUebergang muß 2436 Stunden vor dem wirklichen Uebergange unternom-men werden."

Dieser wirkliche Uebergang wird durch die Wege von Gräsenthal,Saälburg und Hof unternommen. Die ganze Armee konzentrirt sich zwi-schen Kulmbach und Bayreuth. Während die Anstalten zur Verpflegungund weiterem Borrücken getroffen werden, wird Kronach wieder genommenund das in der Mitte übergegangene Korps von 6000 M. wird theils zurBesatzung von Kronach und Plassenburg, theils zu einem Jntermediär-Korpsgebraucht."

Wir marschiren, sobald es nur immer möglich ist, gegen Nürnberg, denFeind aus seiner starken Stellung hinter der fränkischen Saale herauszulocken.Nimmt er auch die Stellung hinter der Rednitz, so will Napoleon eigentlicheinen Fluß vertheidigen, und da werden sich wohl an Ort und Stelle Mit-tel auffinden, über die Rednitz zu gehen und den Feind zu schlagen."

Ich halte diese Bewegung für die einzig mögliche, welche allen mili-tärischen und politischen Rücksichten entspricht."