Viertes Kapitel.
Rüstungen und einleitende Bewegungen derFranzosen zum Kriege.
Seit dem Preßburger Frieden befand sich noch der größteTheil der gegen Oestreich und Rußland thätig gewesenen franzö-sischen Armee in Deutschland. ES ist gezeigt worden, wie zwardie Räumung des Reiches eine der Bedingungen des Friedens-Vertrages gewesen, die nach einem Vierteljahr in Ausübung ge-bracht sein sollte; daß sich indessen für Napoleon, durch die Be-setzung der Mündungen des Cattaro, Seitens der Russen, derVorwand gefunden hatte, die Räumung zu verweigern, indem erdiesen Akt Rußlands für eine Verletzung deS Vertrages mit Oest-reich erklärt und befohlen hatte, daß die einzelnen Korps der Ar-mee in Bayern, Schwaben und Franken so lange daselbst ver-weilen sollten, auch die östreichische Festung Braunau so langevon seinen Truppen besetzt bliebe, bis die Mündungen des Cat-taro in seiner Gewalt wären. Nur die Garden kehrten über denRhein zurück.
Demnach findet man die französische Armee seit dem Märzin folgender Aufstellung:
Das 4. Korps und 2 Kavallerie-Divisionen unter dem Mar-schall Soult mit 1 Division des Korps bei Braunau,2 Divisionen zwischen Passau und Landshut;
das 1. Korps und 2 Kavallerie-Divisionen unter dem Mar-schall Bernadette im Fürstenthum Ansbach;