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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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König erwiederte auf diesen Bericht, daß er einen General nachWien senden und an den Erzherzog Karl schreiben werde, jedochgeschah vorläufig von alledem nichts.

Am 1. Oktober setzten sich endlich die Truppen der Haupt-armee in Bewegung, um den Bestimmungen des Operationsplanesgemäß, fürs Erste den nördlichen Fuß des Thüringer Waldes zuerreichen, während das Rüchelsche Korps sich bei Langensalza undMühlhausen konzentrirte, um sich auf Eisenach zu bewegen, unddas Hohenlohesche Korps auf Jena marschirte, um von dort durcheine große Linksschwenkung sich neben die Hauptarmee zu setzen,und mit dieser gemeinschaftlich das Gebirge zu überschreiten, wenndie Umstände es noch zweckmäßig erscheinen ließen. DaSHauptquartier des Königs verblieb einstweilen noch in Naumburg,von wo der Befehl erlassen wurde, daß mit dem 4. Oktober alleVerbindung mit den von den Franzosen besetzten Ländern gänzlichaufgehoben werden solle, daß Niemand mehr die Vorposten über-schreiten dürfe, der nicht einen vom kommandirenden General un-terschriebenen und vom Minister Haugwitz gegengezeichneten Paßaufzuweisen hätte, daß auch die sämmtlichen Posten nicht mehrüber die Vorpostenlinie hinaus gelassen werden sollten?)

Unter dem Major Grafen Chasot wurde ein besonderesNachrichtenfach eingerichtet und dabei 1 Offizier, 1 Kolonnen-Jägerund 4 der zuverlässigsten und verschmitztesten Werbe-Unteroffiziere,die im Reiche gut Bescheid wußten und beritten gemacht wurden,angestellt. Von dieser Partie sollte für Spione, dahin einschla-gende Berichterstatter w. Sorge getragen werden. Dem Haupt-mann Klür, Adjutanten der südpreußischen Inspektion, wurde dasVerhör der Ueberläufer, Gefangenen und Arretirten übertragen.Der Lieut. Witzleben, als Onxituins ckss quickes der Hauptarmee,ging nach Erfurt voraus, um von den dort befindlichen, aus dem

1) Der König besichtigte regelmäßig die durch Raumburg marschirendenTruppen der Hauptarmee und befahl, daß sie sich aus dem Marsch in schnellenAufmärschen und Bajonettattak'en üben sollten, da dies nun bald alle Tagebenützt werden müsse. Die Truppen wurden trotz des eingetretenen heftigenRegens, der die Wege bereits sehr verdorben hatte, sämmtlich in einem vor-trefflichen Zustande befunden.