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absichtigt, diese Truppen mit der russischen Armee Zusammenstößenzu lassen, und es angenehm gefunden, bis dahin den Feldetat zuersparen. Andere nahmen an, das Zurücklassen dieser Truppenhabe wesentlich mit der Vorstellung zusammengehangen, daß maneine Reserve-Armee nicht entbehren könne. Der Gedanke einerstrategischen Reserve findet seine vollständige Rechtfertigung, sobaldsie die Kräfte enthält, die erst beim Ausbruch des Krieges gebil-det werden sollen; er wird aber zu etwas ganz Verkehrtem undVerderblichem, wenn man dabei an das Zurückhalten von schonvorhandenen Kräften denkt. Die Truppen, welche die Schlachtenschlagen, somit den Krieg entscheiden, können nicht stark genuggemacht werden. Durch etliche 20,000 Mann verstärkt, konnteeine Schlacht an der Saale oder dem Main gewonnen werden;ging sie aber ohne jene Verstärkung verloren, so vermogte dasAuftreten der strategischen Reserve hinter der Oder oder derWeichsel nicht, daS Verlorne wieder einzubringen. Bei der zujener Zeit geläufigen Vorstellung von der Zweckmäßigkeit einerstrategischen Reserve ist es nicht unmöglich, daß man Zweckmäßig-keit mit Oekonomie zu verbinden glaubte, wenn man die ostpreu-ßischen Truppen einstweilen in ihren Garnisonen beließ.
Man hat ferner geglaubt, einen Theil der Warschauer In-spektion in Warschau zurücklassen zu müssen, weil man der pol-nischen Bevölkerung nicht trauen konnte. Dies scheint ganz zweck-mäßig, denn man hatte keine Veranlassung zum Vertrauen, undein Aufstand im Rücken der Armee mußte sehr unangenehm wer-den- So wie die Sachen aber standen, wo man nur durch dasZusammenhalten aller Kräfte allenfalls einen glücklichen AusgangdeS Krieges für möglich halten konnte, war jene Maßregel den-noch unzweckmäßig. Schlug man die Franzosen im Herzen vonDeutschland, so würden die Polen um so weniger etwas unter-nommen haben, als die russische Macht bereit stand, jeden Auf-stand, ernsthaft zu uyterdrücken. Wurde man geschlagen, so mußteman die in Warschau zurückgelasseneu Truppen doch heranziehen.Was konnte man aber auch in Polen von Truppen erwarten,die zum größten Theil selbst aus Polen bestanden, und welche