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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
Seite
107
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Zweites Kapitel.

Die ersten Anordnungen Preußens zum Kriege.

Nach abgehaltenem Kriegsrath zu Charlottenburg am ö. Au-gust ertheilte der König den Befehl zur Mobilmachung der Mehr-zahl der noch demobilen Truppen. Wie bereits erwähnt worden,war ein Theil der Armee, 50 60,000 Mann, noch vom ver-gangenen Jahre her mobil geblieben; hauptsächlich waren es dieRegimenter der Berliner, Märkischen, Magdeburger, Pommer-schen, Westphälischen und Fränkischen Inspektionen, welche West-phalen unter dem General-Lieutenant v. Blücher, Hannover unterdem General der Kavallerie und Minister Grafen Schulenburgbesetzt behalten hatten, in Pommern gegen die Schweden unterdem General der Kavallerie Grafen Kalkreuth, im Bayreuthischenunter dem General-Major Grafen Tauentzien aufgestellt waren,und außerdem zerstreut in einzelnen Märkischen und Magdebur-gischen Garnisonen standen.

Das Kriegstheater, in welchem die preußische Armee gegenFrankreich und seine Bundesgenossen auftreten sollte, hatte eineAusdehnung von Bremen bis Bayreuth, also von etlichen 50Meilen. Der Feind konnte über Hannover, über Kassel undüber Eisenach auf Magdeburg; über Eisenach, über Schmalkaldenund über Bayreuth auf Wittenberg und auf Dresden Vordringen.Keine Festungen, keine Ströme, keine Gebirge setzten ihm bis zurElbe bedeutende Hindernisse entgegen. Die vorläufigen Anord-nungen mußten mithin noch vor Augen haben, daß die Armeenach allen Richtungen Front machen konnte.