Dublirschritts. — Man kannte gegen den Feind nur die Bewe-gung in Linie, die man durch den Alignements-Marsch oder durchDeployiren aus der Zugkolonne herstellte. — Der Bajonett-An-griff in Linie nach vorangegangenem wenig gezielten, meist über-eilten Feuer, galt noch wie zur Zeit Friedrichs d. Gr. für un-widerstehlich. — Die Bataillonsgeschütze gingen beim Avanciren50 Schritt aus den Regiments-Intervallen vor die Front, feuer-ten abwechselnd, zogen sich aber, wenn das Gewehrfeuer beginnensollte, in die Intervallen zurück. — Das Quarree wurde, wie infrüheren Jahren, durch Kehrtmachen der 6 äußeren Züge des Ba-taillons') und durch Abschwenken nach Flanken und Rücken ge-bildet; die Bataillonsgeschütze standen in den ausspringendenWinkeln, Protzen und Wagen im Quarree. Drang der Feindtrotz des Kartätschfeuers gegen das Quarree vor, so zogen sichdie Artilleristen ebenfalls in dasselbe zurück. — Der Echelon-An-griff des 7jährigen Krieges fand noch volles Ansehen. Manglaubte in ihm nach wie vor das sicherste Mittel zum Siege, übteihn bei alleil größeren Zusammenziehungen, und wandte ihn auchvor dem Feinde bei jeder Gelegenheit an, ohne sich eigentlich rechtetwas dabei zu denken. Friedrich d. Gr. verstärkte das erste Eche-lon, um durch eine große Ueberlegenheit gegen einen feindlichenFlügel oder gegen eine Flanke, diese zu überwältigen und dieUnordnung in der kontinuirlichen Linie weiter zu verbreiten, sodaß die folgenden Echelons bereits aus einen erschütterten Feindstießen, zugleich aber auch, bevor sie engagirt wurden, eine Reservebildeten, welche der Lineartaktik in der heutigen Form gänzlichunbekannt war, wenn man nicht gerade Truppen erübrigte, dieman in der Front nicht gleich verwenden konnte. Alle diese Vor-theile des Echelon-Angriffs hatten aber keinen Werth mehr gegeneinen Feind, der eine sehr bewegliche Infanterie und Artilleriebesaß, die Aufstellung in Kolonnen, das zerstreute Gefecht in gro-ßer Ausdehnung, und vor Allem, eine Aufstellung im Sinne derTiefe, von mehrereil Treffen und einer Reserve, kannte-
Der erste Gedanke zu den Füsilier-Bataillonen war, wie er-
1) Das Bataillon hatte zwar 5 Kompagnien, aber nnr 8 Züge.