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gleich dasselbe Ansinnen wegen des Durchmarsches, nicht alsWunsch, sondern gewissermaßen als Forderung. Bei der freund-lichen Gesinnung des Kaisers war es offenbar nicht dessen Ab-sicht, den König zu kränken und die Schwäche der preußischenPolitik der Welt bloß zu stellen, vielmehr war jener Schritt wohlnur darauf berechnet, den König mit fortzureißen, ihn wenigstenszu einer bestimmten Erklärung zu veranlassen. Gleichzeitig warder General Düroc von Napoleon mit dem Vorschläge zu einemOs- und Defensiv-Bündniß in Berlin eingetroffen, und balddarauf traf der vstreichische General Merfeld mit dem Aufträgeein, dem Könige Eröffnungen über die Schritte seines HofeS zumachen und die Mitwirkung Preußens zu einer bewaffneten Un-terhandlung zu bewirken.
Am 19. September fand in Folge des Begehrens desKaisers Alexander eine Konferenz zwischen dem Könige, dem Her-zog von Braunschweig, den Ministern Hardenberg und Haug-witz rc. zu Charlottenburg statt, in welcher beschlossen wurde:alle Kräfte anzuwenden, um die Neutralität zu bewahren, nöthi-genfalls durch die Gewalt der Waffen, wenn Rußland den Durch-marsch erzwingen wollte, hierzu sofort alle militairischen Mittelin Bereitschaft zu setzen und Rußland die Gefahr zu zeigen, dieden Verbündeten drohte, wenn Preußen sich auf die Seite Frank-reichs werfe. In diesem Sinne wurde dem Kaiser Alexander am20. September geantwortet. Ein Anderes war nicht möglich ge-wesen, wenn Preußen nicht alle Achtung verlieren wollte, undinsofern war der Schritt Rußlands nicht wohl berechnet. Andemselben Tage wurde auch die Mobilmachung der Armee undihre Zusammenziehung an der Weichsel befohlen.
Die Unterhandlungen mit Frankreich waren unterdessen weiterfortgesetzt worden. Bereits am 9. und 10. September waren dieOestreicher in Bayern eingerückt, um dieses Land zu Gunsten derKoalition mit fortzureißen, und der General Düroc hatte darausVeranlassung genommen, dem Könige vorzustellen, daß er demnunmehr unvermeidlichen Kriege dadurch sofort ein Ende machenkönne, daß er erkläre, sich mit Frankreich verbinden zu wollen,sobald die feindlichen Maßregeln nicht eingestellt würden. Man