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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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hatten, wie keine anderen Fahnen der Welt, da war derFeldzug von 1806 der Erste, au welchem die ganze preußi-sche Armee wiederum betheiligt wurde, also nach einem Zeit-räume von 43 Jahren; denn die Episoden in Holland, amRhein und in Polen nahmen nur verhältnißmäßig geringeKräfte in Anspruch, und waren ihrer Natur nach nicht ge-eignet, der Armee über das, was ihr Noth that, aus eigenerErfahrung Aufklärung zu geben. Die Armee von 1806ging in den Kampf, wie sie 1763 heransgegangen war; sielebte noch von dem Ruhme der Bäter; sie hatte Alles gehegtund gepflegt, was diese ihr übergeben hatten, und das durftesie auch, in so weit es eigentümlich Preußisches und derPflege Werth war. Aber sie hatte nicht um sich geschaut,hatte die Jahre, in denen rnnd herum gefochten worden undein gänzlicher Umschwung der kriegerischen Verhältnisse cin-getreten war, nicht wachend zngebracht, sondern geruht, weilsie im Gefühl ihrer Unübertrefflichkeit geglaubt hatte ruhenzu dürfen. In der Welt ist aber Alles im Werden; rast-los treibt es vorwärts zu immer größerer Mannigfaltigkeit,zu immer reicherer Entwickelung; es giebt keinen Augenblickder unbedingten Ruhe. Solche Ruhe führt zum Tode.

Alan kann nicht füglich Kriege führen, um eine Armeekriegserfahren zu machen, aber der Friede darf sie nicht un-kriegerisch werden lassen. Dagegen sichert das Umsichschanen,wie es anderwärts hergeht, was dort wird und gewordenist, ohne daß man das Erb- und Eigentümliche verwirft;denn Eines schickt sich nicht für Alle; es kommt nur dar-auf an, daß man das, was man hat, nicht für unverbesser-lich hält. Dagegen hilft ferner vorzugsweise das Studiumder Kriegsgeschichte, und besonders einer solchen, die sichnicht nur mit den großen Operationen beschäftigt, sondern