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sich in allen umliegenden Ortschaften. Die Garnison mußte vonMitternacht an in den Kleidern sein.
Am 15. Mai hieß es, der Feind wolle sich durch einenHandstreich der Festung bemächtigen, da er durch die häufigenDesertionen von der schlechten Gesinnung eines TheileS der Be-satzung Keuntuiß erhalten habe. Die Thorschreiberhäuser vor denRaveliueu l. und IV.') wurden abgebrochen, um der Artilleriefreies Spiel aus die schwachen Punkte der Barrieren zu ver-schaffen.
In der Nacht zum 15. plünderte der Feind das Dorf Pars-ten, wurde aber durch die vorrückenden Feldwachen wieder überdie Ossa getrieben.
Dem Kriegsrath Sasse gelang es die fehlenden Medikamentenach der Festung zu schaffen.
Am 18. Mai rückten etliche 50 Polen von Swierkoczynvor, wurden aber von den in Neudorf am Tage stehenden Hu-saren- und Jäger-Feldwachen zurückgetrieben und 3 Mann nie-dergehauen.
In der Nacht feuerte der Feind vom linken Ufer der Weich-sel mit 3 — 12Pfdrn. nach den Kehlbatterien der Festung, dielebhaft antworteten.
Am 10. Mai bei Tagesanbruch wurde ein Kahn mit vol-len Segeln stromaufwärts kommend entdeckt, und um 6 Uhr legteer bei der Festung an. Der Angabe nach war es ein französi-scher Lieferungskommissarius Thümmel, der mit 100 Orhoft Franz-branntwein vom Feinde überging. Das Schiff hatte von Ma-rienwerder nach Thorn gehen sollen.
Am 23. Mai postirte der Feind auf der Insel bei Sackraueine Wache in Folge eines Befehls Napoleons, um zu verhüten,daß Schiffe, die nach Thorn unterweges waren, bei Graudenzanlegten. Die in der Stadt Graudenz befindlichen Garde-Mari-niers sollten die Schiffe die Festung vorüberführen.
In der Nacht wurden in einem großen und einem kleinen
1) Bon rechts nach links gerechnet.