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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
Entstehung
Seite
624
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Nächte mit Gefangenen und Beute in den dortigen Wäldern zu-bringen mußte, oft nur wenige hundert Schritte von den Verfol-gern getrennt. Er entkam glücklich, ging bei Zchdenick über dieHavel, nahm wie früher den Weg auf Straßburg, schlug abervon dort auf Befehl des Rittmeisters Schill über Ferdinandshofden Weg nach Schwedisch-Pommern ein, überschritt unterhalb An-klam, bisher noch immer verfolgt, glücklich die Peene, nachdem ernoch einige Holländer zu Gefangenen gemacht hatte und erreichtemit Beute und Gefangenen Stralsund. Der Rittmeister Schillhatte den w. Müller zu sich berufen, um die von demselben ge-sammelten Ranzionirten zum Stamm eines neu organisirten Ba-taillons zu benutzen, obgleich zu dieser Zeit jede Verminderungder Besatzung von Kolberg bereits empfindlich geworden war.

Am 24. Mai Morgens erhielt der Lieutenant Graf Wedeltdurch zwei Ueberläufer von dem in Greiffenberg angekommenen2. holländischen Husaren-Regiment die Nachricht, daß an demsel-ben Vormittag zwischen 9 und 10 Uhr eine 150 Pferde starkeSchwadron dieses Regiments, die Gegend von Neubrück passirenwürde, um einen Transport Lebensmittel zum Belagerungskorpszu geleiten, und daß sich unter diesen Husaren viele zum Dienstgezwungene preußische Kriegsgefangene befänden, welche nicht an-stehen würden, bei der ersten Gelegenheit überzugehen. Sie rie-chen, der Schwadron ein Versteck zu legen und sie zu überfallen.Der Major Gneisenau gab seine Einwilligung zu solchem Unter-nehmen und der Graf Wedell machte sich sogleich mit allen augen-blicklich disponiblen Pferden der Schwadron, 60 an der Zahl,auf den Weg längs des Strandes zum Kolberger-Deep und durchdie Furth am Kamp'schen See nach Langenhagen. Sich rechtsgegen Treptow sichernd, ging er bei Zarben über den Kreyer-Bach ans Neubrück weiter vor, um einen zweckmäßigen Platz zumVersteck zu ermitteln. In der Höhe von Neumühl angekommen,erhielt er durch seinen Vortrupp die Meldung, daß die feindlichenHusaren bereits das Defilee von Neubrück passirt hätten, und ganzin der Nähe seien. Er beobachtete von den Drehnower-Höhenden Marsch deS Feindes, und als er sah, daß derselbe den ge-raden Weg auf Kolberg über Charlottenhof cinschlug, detaschirte