607
der Feind sich bereits hinlänglich gedeckt hatte. Derselbe setzteauch am Tage die Arbeiten ans dem Binnenfelde und an denDämmen, unter dem Schutz einer starken Vorpostenkette, mit gro-ßer Thätigkeit fort, und trieb dazu die durch das Feuer beunru-higten Landleute mit eiserner Strenge an.
Sämmtliche Truppen der Garnison erhielten am lOten denBefehl, Hüttenläger zu beziehen, und wurden ihnen die Postenangewiesen, welche sie zu vertheidigeu oder zu unterstützen bestimmtwaren:
1. das 3. Musketier-Bataillon von Owstien bezog ein La-ger in den Außenwerken des Hornwerkes vor der Münder-Frontund besetzte den Pulverschuppen Nr. 4. mit 40 Mann und 2 Ka-nonen. — Später besetzten 2 Kompagnien ein neu angelegtesBlockhaus o. am nördlichen Rande der Matzwiesen-Ueberschwem-mung, in der Verlängerung der beiden Blockhäuser südlich desWolfsberges, und lagerten rechts vom Lauenburger-Thor.
2. 2 Kompagnien vom Grenadier-Bataillon Waldenfels und60 Mann vom 3. Musketier-Bataillon von vao. Borcke besetztendie Grenadier-Schanze, welche nunmehr mit 6 Geschützen armirtwar. Die beiden andern Grenadier-Kompagnien lagerten etwa1000 Schritt hinter dem Wolfsberg, vor dem PnlverschuppenNr. 2.
3. die Jäger-Kompagnie Dobrowolsky mit 4 reitenden Ge-schützen zum Soutien in Stubbenhagen.
4. Das Füsilier-Bataillon Möller besetzte das Blockhaus t'.südlich vom Wolfsberge mit 50 Mann und 1 Kanone, die Kirch-hofs-Schanze und das Fort-Münde. Der Rest in Quartier in derPsannschmiede.
5. Das 3. neumärkische Reserve - Bataillon besetzte dasBlockhaus ss. südlich des Wolfsberges durch 50 Mann und 1 Ka-none — späterhin auch das Insel-Blockhaus, und hatte sein Hüt-tenlager im Waffenplatz des gedeckten Weges links vom Lauen-burger-Thor.
6. das 2. pommersche Reserve-Bataillon besetzte daS Block-haus auf dem Körliner-Damm mit 60 Mann und 3 Kanonen