forderlichen Utensilien herbeischaffen, überhaupt alle Vorkehrungenzum schnellen Beginn der Belagerung treffen zn lassen. Der Ge-neral sollte sich aber anch, da die Verhältnisse von Danzig inBezug auf einen Entsatz zur See sehr schwankend waren, stetsmarschbereit halten, im Fall eines Angriffs von Kolberg her sichSchritt vor Schritt zurückziehen, eine Stellung nehmen, welchedie von Stettin nach Danzig gehenden Artillerie-Transporte deckte,und sobald Stettin gesichert sei, sich auf Danzig zurückziehen.Napoleon wollte unter keinen Umständen gestatten, daß seine Geg-ner bedeutende Kräfte zwischen der Oder und Weichsel entwickel-ten; der General Loison sollte daher, im Fall er gedrängt würde,Zeit gewinnen und das Terrain zu behaupten suchen. Unterm24. April befahl Napoleon aber bereits dem M. Mortier, wohlin der Besorgniß einer feindlichen Landung, den Belagerungsparkfür Kolberg in Stettin vorzubereiten, indem cs nothwendig sei,die Festung bald zu Falle zu bringen, und die Inseln Usedomund Wollin durch ein Regiment zu besetzen. Außer den vorer-wähnten, bereits ans Kolberg in Marsch gesetzten Truppen, sollteder M- Mortier, wenn es Noth thäte, die Division Loison nochdurch die Nassauer und Würtzbnrger verstärken können.
Die Blvkadetruppen richteten nach dem Gefecht vom 12. Aprilanfänglich ihre ganze Aufmerksamkeit und Kraft auf die Verstär-kung der Sellnower Verschanzung und der Schanzen auf demKlosterfelde, um so den Mangel an aktiven Streitmitteln einiger-maßen zu ersetzen und die alte Einschließungs-Linie im Osten derFestung zu behaupten. Die ganze Wichtigkeit der Lage von Sell-now erkennend, machte der Feind die dortigen Vcrschauzungenzum Haupthalt- und Ausgangspunkt seiner Operationen. Indiese Zeit fällt die früher bereits erwähnte Schließung des Sell-nower Netranchements im Süden des Dorfs, die Verstärkung derpreußischen Verschanzung auf dem Kartoffelberge und des Postensauf dem Kautzenbergc. In der Verlängerung der Persantebrückeund des Verbindungs-Dammes auf dem rechten Ufer, zwischender Altstadt und dem Nonnenbusch, wurde zur Sicherung derBrücke die Schanze Nr. l l erbaut.
Am 24. April begann der Feind ein Unternehmen, von wel-