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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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Lauerpferde nach Kammin, wo er kurz nach dem Abmarsch einesfeindlichen Dctaschements eintraf. Daselbst erfuhr er, daß Wol-lin noch im Besitze der Franzosen sei, was auch durch einen ab-gesandten Boten bestätigt wurde. Er ging nnn zu Wasser nachSwienemünde, und daselbst erst traf ihn die Nachricht von deram 13- Nachmittags ohne allen Widerstand erfolgten BesitznahmeWollins durch die Schweden, anch fand er ein Schreiben desschwedischen Oberst-Lieutenants Palmenstierna mit der Aufforde-rung, auf das Schleunigste nach Anklam zum General Armfeltzu reisen. Bei dem Abgänge nach Anklam übersandte der Ritt-meister Schill dem Lieutenant Brünnow den Befehl, sofort mitder Kavallerie nach Wollin aufzubrechen; der Lieutenant Grubensollte den Marsch mit den Jägern und einem Theil der Infan-terie bis über Treptower-Decp hinaus sichern.

In dieser Zeit hatte sich, aber anch der Kommandant vonKolberg entschlossen, mit den Schweden in engere Verbindungzu treten und hatte den Lieutenant Bülow vom Infanterie-Re-giment Kuuheim, zur Zeit im Grenadier-Bataillon Waldenfels,und den Lieutenant Lucadou nach Swienemünde gesandt, wo dievielen noch in Vorpommern zerstreuten Ranzionirten gesammeltwerden sollten, während der erster« Offizier ein Schreiben an dieGenerale Essen und Armfelt abzugeben hatte, in welchem umUnterstützung an Waffen und Munition nachgesucht wurde. DerGeneral Armfelt in Anklam empfing zwar den Lieutenant Bü-low sehr freundlich, schlug aber die Bitte um Verwendung beidem General Essen rund ab. Dieser letztere General hatte in-dessen kaum die Nachricht von der Ankunft eines preußischen Of-fiziers, von der Kommandantur zu Kolberg abgesandt, erhalten,als er nach Anklam eilte, und dem rc. Bülow die freundlichstenVersicherungen ertheilte, daß die gewünschten Unterstützungen nichtausbleiben würden. Da traf auch der Rittmeister Schill aufGrund der Einladung des Generals Armfelt in Anklam ein, ummit ihm in Bezug auf die eigenen Pläne das Weitere zu be-sprechen. Beide preußische Offiziere einigten sich über das, wasvon dem schwedischen Gouvernement zu erbitten sei und reistenmit vielen Verheißungen ab.