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Westseite des Hafens ohne Weiteres zu begegnen, und es stelltesich daher die Nvthwendigkeit der schleunigsten Befestigung derMaykuhle immer mehr heraus. Mau hatte wohl schon früherdiese Nothwendigkeit wahrgenommen, aber noch nicht Hand ausWerk gelegt — ob wegen Mangels an Arbeitskräften und Mit-teln, mag dahingestellt bleiben.
Die Schill'sche Infanterie, in so elendem Zustande sie sichauch befand, wurde zu den fortifikatorischen Arbeiten an der May-kuhle bestimmt, und die Leitung dem Ingenieur-Lieutenant Böhn,der später durch den ranzionirten Artillerie-Lieutenant Fabe ersetztwurde, übertragen.
Im Allgemeinen umgab man das Gehölz der Maykuhle vonder Küste bis zur Persante in einem Bogen von 1600 SchrittAusdehnung mit einer zusammenhängenden Vcrschanzung. Deram meisten ausgesetzte rechte Flügel wurde durch eine Linie ge-bildet, welche die daselbst, zum Theil zu ansehnlicher Höhe, auf-steigenden Dünen senkrecht durchschnitt. Sie enthielt hochgelegeneBatterien für 1 bis 2 Geschütze auf den hervortretendsten Dünen,um die vor der Front befindlichen Erhebungen und Schluchtenzu kommandiren; niedrige Brustwehren für Infanterie verbandendie Batterien untereinander. Von der dem Strande zunächst ge-legenen Batterie zog sich eine Brustwehr, etliche 50 Schritt lang,nach rückwärts am Abhange der Dünen, Parallel mit dem Strande,somit einen Haken mit dem rechten Flügel bildend. Da wo dieseBrustwehr aufhvrte, wurden zwei Verhaue hinter einander querüber den Strand nach der See geführt, um deu Strand vollstän-dig zu sperren. Als diese Verhaue durch die Wellen bei einge-tretencm Nordwinde zerstört wurden, bildete man die erste Sperr-linie nur theilwcise durch einen Verhau, an welchen sich durchKetten mit einander verbundene spanische Reiter anschlossen, diebis in die See reichten und so leicht waren, daß man sie beistürmischem Wetter durch wenige Mann rasch fortschaffcn und beieingetretenem ruhigen Wetter wieder an Ort und Stelle bringenkonnte. Die zweite, 25 Schritt hinter der ersten liegende paralleleLinie, begann bei den Dünen mit eingegrabenen Stämmen, hin-ter welchen man Bankets für Schützen anlegte, wurde dann durch