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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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aussagte, trug daS Gepräge der Wahrheit. Er war iu denSchlachten bei Heilsberg und Friedland gewesen, gestand aufrich-tig, daß die Franzosen bei Heilsberg geschlagen, der General Ben-nigsen sich aber freiwillig zurückgezogen, daß die Schlacht beiFriedland sich unerwartet mit einem kleinen französischen Korpsengagirt habe, die Russen aber ihren anfänglichen Vortheil nichtverfolgt, sondern Napoleon Zeit gelassen hätten, jenes Korps an-sehnlich zu verstärken, daß der Sieg aber, trotz der ungünstigenStellung, durch die Tapferkeit der Russen unentschieden gebliebenwäre, wenn diese nicht auf ihrem linken Flügel eine Batterie zu-rückgenommen hätten, wodurch einer französischen Kolonne gestat-tet wurde, aus dem Walde auf dem rechten Flügel zu debonchi-ren, mit einer starken Batterie die russischen Linien zu enfiliren,und zum Rückzüge zu nöthigen, den der General Bennigsen un-unterbrochen über den Pregel bis hinter die Memel forlsetze, daßhierauf Königsberg von den Franzosen besetzt worden, und einWaffenstillstand jeden Augenblick zu erwarten sei. Ter Parla-mentair bot hierauf im Namen Jerome's einen 4wöchentlichenWaffenstillstand unter der Bedingung an, daß nach Ablauf des-selben Glatz und Silberberg übergeben würden, wenn diese Festun-gen nicht während desselben entsetzt, oder bei der Haupt-Armeeein Waffenstillstand oder der Friede geschlossen worden sei. DerGraf Götzen erwiederte, daß wenngleich es ihm scheine, als seidie russische Armee bei Friedland wirklich geschlagen, sie doch nochnicht vernichtet sei, daß er ferner wohl vom Könige bevollmäch-tigt worden, die Kommandanten zur Erfüllung ihrer Pflicht an-zuhalten, nicht aber sie zur Verletzung derselben anszufordcn, daßer selbst, in Betreff von Glatz, ohne die Zustimmung der Stabs-Offiziere, auf keine Unterhandlungen eingehen könne.

Nach der Rückkehr befahl der Graf Götzen dem Komman-danten von Glatz, Obersten Gleissenberg, dem Mineur-OberstenAlbert und dem Kommandanten des Schäferberges, Oberst-Lieute-nant Braun, in einer Denkschrift an den König über die Mittelzu einer kräftigen Verthcidigung zu berichten, und zugleich gegenihn sich zu äußern, was von einer Verthcidigung ohne Hoffnungauf Entsatz zu erwarten, für das Interesse des Königs und des