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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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dem Dorfe Quergasse und jenseits der Wcistritz von Soritsch undWilmsdorf, während 400 Mann Infanterie und 2 Schwadronenbei Gabersdorf Silberberg beobachteten. Der Feind war zu stark,um ihn durch Ausfälle zu beunruhigen, dagegen wurde er beidem Marsche von einem Vorwerke zum andern mit 24Pfdrn. be-schossen, doch leider mit geringerer Wirkung als man erwartendurfte; nur einige 24Pfünder trugen bis zu den Vorwerken; dieMasse der Kugeln schlug bei der stärksten Elevation schon auf8900 Schritt ein, so daß auch das Feuer frühzeitig eingestelltwurde, um nicht die bis an den Grund der Festung auf 7800Schritt vorgeschobenen Pikets zu beschädigen. Verstärkte man dieLadung, so sielen die halbverfaulten Lasteten zusammen.

Gegen 8 Uhr ließ sich der Erbprinz von Hoheuzollern alsParlamentair melden, und schlug dem Grafen Götzen im NamenJeromes vor, die Stadt für neutral zu erklären, und nur durcheinige französische Truppen besetzen zu lassen. Der Graf lehntediesen Vorschlag ab, weil dadurch die Stadt-Magazine verlorengingen, deren Vorräthe ebensowenig wie die Vertheidiger derStadtbefestigung und des Lagers, auf der Haupt-Festung unddem Schäferberge untergebracht werden konnten, und weil zugleichdie Verbindung mit dem Schäferberge gefährdet wurde. DerPrinz theilte zugleich mit, daß in Preußen eine entscheidendeSchlacht bei Friedland am 14. Juni zum Nachtheil derRussen ausgefallen, und die Franzosen bereits Königsberg in Besitzgenommen hätten- Durch die vielen frühem falschen Mittheilun-gen hatte der Graf indessen alles Vertrauen auf die Aussagendes Feindes verloren, und hielt sich im Gegentheil überzeugt, daßdie Angelegenheiten der Franzosen nicht besonders ständen.

Gegen Mittag gingen feindliche Truppen bei Piltsch durchdie seichte Neiße; daS Dorf Neudeck wurde besetzt, und gegen dasnoch durch 150 Mann Infanterie unter dem Lieutenant Bers-wordt und einige Kavallerie unter dem Lieutenant Prittwitz I.besetzte Nieder-Hausdorf, ging ein württembergisches Bataillonunter dem Obersten Scharfensteiu, unterstützt durch 2 Kompagniendes bayrischen 10. Jnfantcrie-Negts. und 1 Schwadron Drago-ner, zum Angriff vor. Das Gefecht wurde sehr hartnäckig; das