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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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Beim Beginn der Operationen gegen die Grafschaft Glatz,Mitte des Junis, standen die feindlichen Truppen in folgenderAufstellung: 3000 Württemberger in Posten vorwärts von Patsch-kau, 800 Sachsen, 400 Bayern und 250 Mann Kavallerie beiKamenz, etwa 1000 M. Bayern in und bei Wartha, 230«) M.bayersche Infanterie, 350 französische Chasseurs, 340 bayerscheChevaurlegers und 300 polnische Ulanen im Lager vor Franken-stein. Vom 10. Juni ab wurden diese Truppen nach der Ueber-gabe von Neiße noch durch 45000 Mann unter dem GeneralBandamme verstärkt, so daß die Gesammtmacht, welche zur Ope-ration nach Glatz bereit war, über 13,000 M. betrug.

Nach der von Jerome ertheilten Disposition zum Eiurückenin die Grafschaft Glatz, sollte der General Vandamme mit derwürttembergischcn und sächsischen Infanterie und 4 RegimenternKavallerie am 19. Juni um 1 Uhr in der Nacht aus einer Auf-stellung zwischen Kamenz und Wartha über Wartha und Giers-dorf debvuchiren und Glatz auf der linken Seite der Neiße ein-schließen, zugleich Silberberg durch eine Abtheiluug beobachten,während der General Deroy mit den Bayern auf dem rechtenNeiße-Ufer operirte und Wartha durch 4 Kompagnien besetzt blieb.Durch eine bei Labitsch unterhalb Glatz zu schlagende Bockbrückesollte der linke Flügel deS Generals Bandamme mit dem rechtenFlügel des Generals Deroy, durch eine andere Brücke bei Piltschoberhalb Glatz, der rechte Flügel deS Generals Bandamme mitdem linken Flügel der Bayern Verbindung erhalten.

Wegen eines Unwetters wurde die Ausführung auf den20. Juni verschoben.

An diesem Tage debouchirte der General Deroy über Warthagegen Glatz, warf die preußischen Feldwachen zurück, besetzte um5 Uhr Morgens Königshayn und die hinter dem abgeholztenFokkenbusch liegende Anhöhe, während eine Kolonne rechts durchden Wald nach dem Kalvariberge rückte und die Dörfer Scheibeund Hassitz angriff, welche indessen durch die Kompagnien Sellund Clausewitz unter dem Lieutenant Gayl gehalten wurden, sodaß der Feind nach einem 12stündigen Gefecht sich nach dem Kal-

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