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wurde, dem Feinde ein Festsetzen in den nahen, uneingesehenenGründen, um von ihnen ans die Stadt anzugreifen, zu verbiete».In einiger Entschuldigung des Majors Thicmann diente es, daßwegen Beschaffenheit der Kasematten, das lose Pulver ohne Ge-fahr nicht übermessen, und erst bei Anfertigung der Munition all-mälig eine Uebersicht über den wirklichen Bestand gewonnen wer-den konnte. Das Pulver und ein Theil der Munition lagen zumgroßen Theil noch ebenso, wie Beides im bayerschen Erbfolge-kriege in Glatz niedergelegt worden war.
Leider war, wie bereits erwähnt, die Garnison von diesemMangel an Munition, so wie von allen, sonst noch vorhandenenMängeln der Festung, durch unvorsichtige, vielleicht aber auch ab-sichtliche, Acußerungen höherer Offiziere genau unterrichtet worden,so daß dem Grafen Götzen nichts übrig blieb, als am 18. Juni diesämmtlichen Offiziere der Garnison zu versammeln, und zu drohen,jede öffentliche Aeußerung über Mängel oder Unzulänglichkeit derMittel, auf das Härteste zu bestrafen, ginge sie von dem Aeltestenoder dem Jüngsten aus.
Um die Arbeit an den Vcrschanzungen trotz der eingetrete-nen vielen Hindernisse zu beschleunigen, wurde nunmehr in zweiAbthellungen durch Tag uud Nacht, und zwar in der Nacht durchSoldaten gearbeitet.
Bei der sichtlichen Abnahme der Kräfte des Grafen Götzenwurde, für den Fall deS plötzlichen Ablebens, von ihm der MajorGraf Dohna zum interimistischen General-Gouverneur, uud derOberst-Lieutenant Braun, der Kommandant des Schäserberges,zum Vice-Kommandanten der ganzen Festung Glatz ernannt.
Am 19. Juni ließ der General Vandamme den GrafenGötzen um eine Zusammenkunft ersuchen, indem er Sachen vonder äußersten Wichtigkeit mitzutheilen habe. Man traf sich zwischenden beiderseitigen Vorposten um 10 Uhr Morgens, je von 0 Of-fizieren begleitet. Der General fing damit an, mit außerordent-lich geläufiger Zunge, und immer den Hut unter dem Arm, demGrafen eine Menge Komplimente zu machen, wie er sich glücklichschätze, bevollmächtigt zu sein, einem so ausgezeichneten Chef und ei-ner so braven Truppe eine Uebereinkunft anzubieten, die so ehrenvoll