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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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dem incl. des neu formirten Grenadier-Bataillons, sogar 2800 M.ans die Vertheidigung des verschanzten Lagers verwenden zu kön-nen, und war überzeugt, daß dann der Feind dasselbe nur durcheinen regelmäßigen Angriff würde nehmen können, sobald mannur die Zeit erübrigte, die Schanzen zu vollenden.

Das obenerwähnte Grenadier-Bataillon war am 10. Juniendlich wirklich sornürt, und dem Kommando des ausgewechseltenMajors Losthin übergeben worden. Es bestand aus ranzionirtenGrenadieren, Abgaben der andern Bataillone, Bayreuthern undfreiwilligen schlesischen Gebirgs-Rekruten, und aus den besten Offi-zieren der Garnison; braune Aufschläge und Unterkleider, undschwarzes Lederzeug, gaben ihm ein eigenthümlichcs Ansehen.

Ebenfalls am 10. Juni begann der Lieutenant Vigny mitAbsteckung der Verschanzungen, und wurden durch den Landrathdie erforderlichen Arbeiter aus der Stadt und vom Lande ausge-schrieben. Am 11- nahm der Graf Götzen die Absteckungen inAugenschein, und wurde bei dieser Gelegenheit verabredet, daß alleSchanzen durch einen Graben mit einander verbunden, und hin-ter den Graben eine doppelte Reihe Eggen gelegt werden sollte,um der feindlichen Kavallerie das Hinübersetzen unmöglich zumachen.

Am 12. Juni wurde der Anfang mit dem Schanzenbau ge-macht, doch waren bei weitem nicht alle ausgeschriebenen Arbeitereingekommen; das eingefallene Regenwetter erschwerte die Arbeitenin dem lettigen Boden, und bei dem Felsgrund mußte alle Erdeauf die Kuppen der Höhen hinaufgetragen werden.

Mann kann mit Recht fragen, warum der Graf Götzen nichtfrüher zur Anlage des verschanzten Lagers geschritten sei, so daßer hätte mit Sicherheit darauf rechnen können, nicht in der Voll-endung desselben gestört zu werden. Der Graf entschuldigte sichindessen, daß er noch immer die Hoffnung genährt habe, etwaszur Erhaltung von Neiße unternehmen zu können, wo dann dieVertheidigung der Stadtbefestigung aufgegeben werden mußte, unddie Schanzen, abgesehen von dem Schaden, welchen der Vau der-selben in den Kornfeldern veranlaßte, mehr zum Nachtheil alsVortheil gereicht haben würden, daß ferner die Ingenieurs die