vallerie mit Vortheil agiren konnte, etwa eine Ausdehnung von^ Stunde auf dem eingeschlagenen Wege beträgt, so ist doch seit-wärts in großer Nähe durchschnittenes Terrain genug, um mitder Infanterie einem Anfall der feindlichen Kavallerie schnell aus-weichen zu können, wenn sie von dieser nicht geradezu überfallenwird. Es fragt sich daher, ob die Zeit zu einem solchen Aus-weichen vorhanden war oder nicht, und ob mau von vorne hereindie Ueberlegenheit der feindlichen Kavallerie übersehen konnte, odergeglaubt hat, es mit ihr aufnehmen zu können. Dem Anscheinenach war die Zeit zum Ausweichen vorhanden, da ja der MajorLosthin in dem Bericht selbst erwähnt, daß er die Gefangenenund die Wagen mit den Gewehren habe ausbiegeu lassen, umdem Feinde entzogen zu werden.
Von Seiten des Feindes ist die Energie zu bewundern, mitwelcher er die Verfolgung der auf Breslau operirendeu preußi-schen Kolonne betrieben hatte. Dagegen ist eö nicht recht zu er-klären, warum der General Lefebvre, nachdem er von dem MajorSchmitt die Meldung aus Freyburg erhalten hatte, daß die Preu-ßen aus Breslau marschirt seien, sich den Umweg auf Freyburggemacht, und nicht vielmehr dem genannten Major befohlen hat,dem Gegner zu folgen, während er selbst von Frankensteiu überSchweidnitz direkt auf Kauth vorging. Ebenso möchte es nichtzu loben sein, daß er in dem Gefecht bei Kanth nach dem Ueber-schreiten des Schweidnitzer Wassers sich rechts ausdehnte, wodurcher im Fall, daß er geschlagen wurde, uothwendig den Rückzugin den Fluß angewiesen erhalten mußte, statt nach der Wegnahmedes Gebüsches bei Schosnitz den rechten Flügel und die rechteFlanke der Preußen anzugrcifen und sie auf Wiegschütz zu wer-fen. Offenbar hat der General Lefebvre wohl nicht erwartet, vonden losen, preußischen Truppen geschlagen werden zu können, unddaher auch jede Vorsichtsmaßregel aus den Augen gesetzt. DieAnordnungen des Generals Lefebvre nach dem unglücklichen Ge-fecht bei Kanth sind wiederum durchweg musterhaft und zeugenvon großer Entschlossenheit des Charakters.
Von Seiten des Feindes hatte man die Wichtigkeit desPunktes von Frankenstein zur Beobachtung von Glatz und Silber-
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