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Walde begriffen sei, welche Nachricht der Hauptsuche nach durchversprengte Artilleristen und Schützen bestätigt wurde. Da derGraf wichtige Papiere und viel Geld mit sich führte, so blieb erin Grulich und sandte nach Glatz, um, wie erwähnt, sich nöthi-genfalls durch ein Kommando geleiten zu lassen. —
Der Graf Götzen fand den Zustand in Schlesien für denAugenblick höchst traurig, wenn gleich die Festung Neiße nur ein-geschlossen und Kosel nur beobachtet wurde. In Glatz hatten dieBertheidigungs-Anstalten wegen Mangels an Geld sehr gestockt;die Armirung des Schäferberges, dessen Vertheidigung der Oberst-Lieutenant Braun vom Infanterie-Regiment Herzog von Braun-schweig übernommen hatte, war zwar vorgerückt, aber bei Weitemnicht vollendet; die ganze Pallisadirung, welche im Frost gesetztwar, weichte los und mußte von neuem gesetzt werden. Die Werke,welche die verloren gegangene Ueberschwemmung ersetzen sollten,waren nicht vollendet. In der Stadt fehlte es beinahe an allenUtensilien für das bei den zunehmenden Krankheiten angefüllteLazareth. Auf der Hauptfestung waren bei Weitem noch nichtalle Pulvermagazine, Brücken, Kommunikationen, Pallisadirungen,Fraisirungen in Stand gesetzt; es fehlte noch an der nothigenVorraths-Erde, an Brennmaterial; die Anfertigung der Munitionund Ausbesserung der Laffetirung war noch wegen Mangels anGeld unterblieben; der Proviant war nicht hinlänglich; von denin der Grafschaft aufgenommenen und ausgeschriebenen Vorräthenwar wenig eingekommen. Die Besatzung bestand aus dem 3.und 4. Musketier-Bataillon Grawert, dem 4. und 5. Bataillonvon Alvensleben, 150 — 200 gesammelten Mannschaften vom Re-giment Kropf, der Festungs-Artillerie-Kompagnie nebst einem Kom-mando Feld-Artillerie und Handlangern, zusammen 800 Mann,einer Mineur-Kompagnie, einer Handwerks-Kompagnie und 3 Jn-validen-Kompagnien, im Ganzen-etwa 5200 Mann, von denenc. 3000 M. mit Gewehren bewaffnet waren. An leichten Trup-pen bestanden die Kompagnien Reichmeister aus 80, Rekowskiaus 60, Borke aus 50, Steugel aus 50, Gayl aus 50, dieJäger-Kompagnie Ehrenberg aus 60 M-, zusammen 350 Mann;die Schwadron Manteuffel zählte 80, Stößel 50, Kleist 40, Ula-