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um eine Unterredung. Er wurde in die Kommandantur vor denKriegsrath gebracht, und forderte die Festung im Namen Jerome'sförmlich auf, mit der Erklärung, daß es die letzte Aufforderungsei, welche erfolgen würde. Ter Kommandant weigerte sich, aufeine mündliche Aufforderung zu antworten, und nach vielen Wei-gerungen setzte sich der Erbprinz von Hohenzollern hin, und fer-tigte ein Schreiben an, in welchem er die vorläufigen Punkteeiner einzugehenden Kapitulation im Namen Jerome's entwarf,und dem Kommandanten zur Erwägung vorlegte. Sie lauteten:
N Die Festung Kofel ergiebt sich den Truppen Sr. Ma-jestät des Kaisers von Frankreich am 16. Juli 1807.
2) Sollte bis dahin ein Entsatz erfolgen, so findet die Ka-pitulation nicht statt.
0) Dis zu diesem Zeitpunkt bleibt Alles in statn gr,o. —Das Blokade-Korps wird weder vermehrt noch vermindert, jedochHoren die Feindseligkeiten bis zu diesem Zeitpunkt auf. An denFestungswerken wird indessen nichts gemacht »och geändert.
4) Die Herren Offiziere werden auf ihr Ehrenwort sich da-hin begeben, wohin sie wollen. Sie erhalten die Gage, die sievon ihrem König in Friedenszciten erhielten.
5) Vier Offiziere erhalten die Erlaubniß, zu des KönigsMajestät sich zu begeben, und werden nicht als Kriegsgefangeneangesehen.
6) Da Seine Kaiserliche Hoheit in Erfahrung gebrachthaben, daß den Kranken in der Festung die nöthige Arzeneimangele, so ist man erbötig, dieselbe bis zum Moment der Ueber-gabe hinein zu schicken. —
Der Erbprinz trat ab und begab sich zum Prinzen Biron.
Der Kommandant glaubte in einer solchen wichtigen Ange-legenheit mit seinem gewöhnlichen Kriegsrath nicht ausreichen zukönnen, ließ daher die sämmtlichen Stabsoffiziere, die beiden Ritt-meister der Garnison, die Hauptleute Briren und Caspar!, denPlatzmajor und die sämmtlichen Ingenieur-Offiziere zu sich be-scheiden, setzte ihnen den Zustand der Festung und der Provian-tirung klar auseinander, und alle kamen aus innerer Ueberzeu-gung überein: